Behrens bleibt Gesamtachter in Luxemburg

Piganzoli baut mit Zeitfahrsieg Gesamtführung aus

Von Paul Grosch

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Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike) hat das Einzelzeitfahren der Luxemburg-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

19.09.2026  |  (rsn) – Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike) hat mit dem Sieg im Zeitfahren der Tour de Luxembourg (2.Pro) seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Der 24-jährige Italiener setzte sich auf der 4. Etappe über 20,4 Kilometer mit Start und Ziel in Ettelbruck mit drei Sekunden Vorsprung auf Andrea Raccagni (Soudal - Quick-Step) durch, nachdem er an der Zwischenzeitmarke noch 14 Sekunden vor dem 22-jährigen Italiener gelegen hatte.

Tagesdritter wurde der Brite Leo Hayter (Modern Adventure / +0:18), Miguel Heidemann (Rembe – rad-net) belegte mit 25 Sekunden Rückstand den neunten Platz und war damit bester deutscher Fahrer.

Nach seinem fünften Profisieg geht Piganzoli mit 47 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Matteo Vercher (TotalEnergies) auf die morgige Schlussetappe. Der Hamburger Eike Behrens (Lotto – Kern-Haus) behauptete mit Rang 20 im Zeitfahren seinen achten Platz im Gesamtklassement.

So lief die 4. Etappe der Luxemburg-Rundfahrt

In Abwesenheit der Weltelite war Thibaut Guernalec (TotalEnergies) einer der wenigen Spezialisten in der Disziplin. Folgerichtig war es der 29-jährige Franzose, der von den frühen Startern eine erste Duftmarke legte und mit konstantem Tempo am Ende den zehnten Rang belegte. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis ihn Julius Johansen (UAE – Emirates XRG) vom heißen Stuhl verdrängen konnte.

Der Däne war etwa elf Sekunden schneller als der Franzose und bekräftigte dabei Piganzolis Vermutung im Siegerinterview, dass sich der Abschnitt von der Zwischenzeit ins Ziel besser für die Spezialisten eignen würde. Johansen machte auf dem zweiten Teil sieben Sekunden gegenüber Piganzoli gut.

Johansen konnte es sich etwas länger im Stuhl des Führenden bequem machen. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis Leo Hayter um die Winzigkeit um 27 Zehntel in Führung ging. Der jüngere Bruder von Ethan Hayter, der beim morgigen WM-Zeitfahren zum erweiterten Favoritenkreis zählt, war der erste Fahrer mit einem Durchschnittstempo von mehr als 45 km/h. Der Brite überholte auch Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech), der nach seinem Zeitverlust gestern beim Zeitfahren kein Risiko einging.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Luxemburg-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

Kurz darauf ging es erneut knapp zu. Raccagni war sowohl an der Zwischenzeit als auch im Ziel etwas mehr als zwei Sekunden schneller als Hayter und übernahm die Führung. Der Italiener hatte in seiner bisherigen Karriere noch nicht als Zeitfahrspezialist geglänzt, war jedoch plötzlich ganz nah dran an seinem ersten Profisieg.

Auch der Deutsche Zeitfahrmeister Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) und die Fahrer, die vor der Etappe in den hinteren Top Ten gelegen waren, konnten nicht an der Zeit des 22-Jährigen rütteln. Aurélien Paret-Peintre (Decathlon – CMA CGM) war an der Zwischenzeit zwar eine Sekunde schneller, auf dem schnelleren zweiten Teil verlor der Franzose dann aber fast 20 Sekunden. Das TotalEnergies-Duo Vercher und Gachignard lag noch etwas mehr zurück.

Somit wurde schnell klar, dass einzig Piganzoli seinen Landsmann noch von der Spitze würde verdrängen können. Der Gesamtführende war auf dem ihm wegen des Anstiegs auf den Leib geschnittenen ersten Abschnitt dann auch 14 Sekunden schneller als Raccagni. Von diesem Polster rettete er dann gerade mal drei Sekunden ins Ziel, die jedoch am Ende für den fünften Profisieg in seiner noch jungen Karriere reichten.

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