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25.09.2026 | (rsn) – Alejandra Neira hat die spanische Siegesserie bei U19-Weltmeisterschaften fortgesetzt. Ein Jahr nach dem Triumph von Paula Ostiz bei den Juniorinnen in Kigali sowie einen Tag nach dem Sieg von Benjamin Noval bei den männlichen Junioren in Montreal streifte mit ihr nun der nächste spanische Youngster das Regenbogentrikot über.
Neira gewann das Straßenrennen der Juniorinnen nach 80,4 Kilometern im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor der Italienerin Matilde Rossignoli und der Schweizerin Anja Grossmann sowie Zeitfahr-Weltmeisterin Maria Okrucinska aus Polen und der Niederländerin Mirthe Mons.
Edda Bieberle und Amandine Jakob sowie Leni Burger kamen mit 42 Sekunden Rückstand als deutsches Trio in der ersten zehnköpfigen Verfolgergruppe ins Ziel und belegten die Plätz sechs, neun und 14. Bieberle und Jakob waren dabei die einzigen beiden Fahrerinnen aus dem jüngeren 2009er Jahrgang, die in den Top 15 das Ziel erreichten.
"Ich kann es nicht glauben. Das ist der beste Tag meines Lebens. Ich bin Weltmeisterin. Es ist unglaublich", konnte Neira ihr Glück nach dem Rennen kaum fassen. "Paula Ostiz ist eine tolle Freundin und auch eine Teamkollegin – nach ihr jetzt die nächste Weltmeisterin zu werden – wow – unglaublich!"
Zuvor hatte die Spanierin eingangs der Schlussrunde mit ihrer Attacke am längsten Anstieg des Rundkurses von Montreal zwar die vorentscheidende Selektion herbeigeführt, im weiteren Rundenverlauf aber verweigerte sie viel Führungsarbeit.
Als dann die bereits abgehängten Okrucinska und Mons nochmal zu ihr sowie Rossignoli und Grossmann nach vorne kamen, verlor sie den Glaube an den Sieg, wie Neira gestand. "Maria Okrucisnak ist eine wirklich gute Sprinterin. Deshalb habe ich etwas das Selbstvertrauen verloren, als sie zu uns vorkamen", so die Spanierin. "Aber ich habe versucht, an ihrem Rad zu bleiben. Und als ich dann gemerkt habe, dass ich noch genug in mir habe, habe ich Gas gegeben."
Grossmann bedauerte die fehlende Kooperation im Spitzentrio auf den letzten Kilometern. "Wir waren die drei stärksten am Berg und wussten: Alle könnten eine Medaille haben. Warum sie nicht mitgearbeitet haben, weiß ich nicht - das ist deren Entscheidung", meinte die Schweizerin, die schon 2025 in Ruanda Bronze geholt hatte und im Zeitfahren von Montreal zu Wochenbeginn Vierte geworden war. Dass sie im Sprint des Quintetts dann nicht gewann, wunderte sie nicht. "Ich bin nicht die beste Sprinterin", weiß Grossmann und erklärte außerdem, dass sie auf der Schlussrunde von Krämpfen geplagt worden sei.
Sechs Runden auf dem 13,4 Kilometer langen Rundkurs von Montreal standen für die Juniorinnen auf dem Programm – 80,4 Kilometer also insgesamt. Und, wie so oft bei Weltmeisterschaftsrennen der weiblichen U19, es wurde zu einem Ausscheidungsrennen.
Zwar versuchten es etwa zur Rennhalbzeit die Französinnen mehrmals - zunächst mit Lise Revol, der Bieberle folgte, und dann mit Sidonie Vachet – doch so richtig weg kam nie jemand. In der vorletzten Runde wurde es dann in der 1,7 Kilometer langen und 7,7 Prozent steilen Steigung zum Voie Camillien-Houde erstmals so richtig schnell und es blieben nur zehn Juniorinnen an der Spitze beisammen – darunter auch die beiden Deutschen Bieberle und Leni Burger sowie die Schweizerin Grossmann noch.
Das Streckenprofil des Straßenrennens der Juniorinnen. | Grafik: Veranstalter
Im weiteren Verlauf der vorletzten Runde rollte das Feld aber nochmal zusammen – zumindest ein dezimiertes Feld von noch knapp 30 Fahrerinnen. Sie fuhren gemeinsam zur letzten Zielpassage und in die Schlussrunde hinein. Einzig die Mexikanerin Nabyenka Valentina Garcia hatte da einige meter Vorsprung, wurde dann aber am Fuß der Camillien-Houde-Steigung durch einen Defekt gestoppt.
Dort am längsten Anstieg der Runde attackierte dann die Spanierin Alejandra Neira und sorgte für die vorentscheidende Selektion: Nur Rossignoli und Grossmann konnten der Spanierin über die Kuppe folgen. Auch Mirthe Mons (Niederlande) und Zeitfahr-Weltmeisterin Maria Okrucinska (Polen) lagen jedoch zehn Kilometer vor Schluss nur 15 Sekunden zurück.
Das Duo kam nochmal auf zehn Sekunden heran, weil sich das Trio an der Spitze immer wieder belauerte. Zwei Kilometer vor dem Ziel schlossen die Beiden dann tatsächlich nochmal auf, weil Neira und Rossignoli Grossmann nun nicht mehr die Führungsarbeit abnehmen wollten.
Mit regelrechten Stehversuchen ging es zu fünft den Schlusskilometer hinunter bis auf die 500 Meter lang ansteigende Zielgerade. Dort beschleunigte die Polin an der 300-Meter-Marke, doch Neira und Rossignoli waren klar die Schnelleren und machten den Sieg unter sich aus – mit dem besseren Ende für die Spanierin. Grossmann kam als Dritte über die Linie, und 42 Sekunden dahinter gewann Bieberle aus der ersten größeren Verfolgergruppe den Sprint um Rang sechs.
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