Geschlagen nur von der “besten Fahrerin der Welt“

“150 Prozent gegeben“: Niewiadoma-Phinney mit WM-Silber glücklich

Von Matthias Seng

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Kasia Niewiadoma-Phinney hat WM-Silber gewonnen. | Foto: Cor Vos

27.09.2026  |  (rsn) – Auch wenn am Ende des 181 Kilometer langen Straßenrennens von Montréal ein paar Meter zum ganz großen Coup fehlten, konnte Kasia Niewiadoma-Phinney auf dem Podium mit der Silbermedaille um den Hals strahlen. Zwar hatte sich die Polin im Sprintduell der Niederländerin Demi Vollering geschlagen geben müssen, doch der zweite Platz war ihr bisher bestes WM-Ergebnis – womit Niewiadoma auch ohne Wenn und Aber einverstanden war.

“Ehrlich gesagt bin ich einfach glücklich mit meiner eigenen Leistung, denn ich habe heute absolut 150 Prozent von dem gegeben, was in mir steckte“, sagte die Polnische Meisterin in einer Pressemitteilung ihres Teams Canyon – SRAM, in der sie auch die Leistung ihrer polnischen Teamkolleginnen hervorhob: “Wir sind zusammen ein wirklich schönes Rennen gefahren“, so Niewiadoma-Phinney, die sich über Rang neun von Dominika Wlodarczyk freuen konnte, die erst im Finale aus der Gruppe der Favoritinnen zurückgefallen war.

Dafür erreichte ihre Leaderin gemeinsam mit Top-Favoritin Vollering die ansteigende Zielgerade und eröffnete dort den Sprint, ohne allerdings die Niederländerin überraschen zu können. Vollering holte sich am Ende vielmehr souverän erstmals in ihrer Karriere das Regenbogentrikot, auf das ihre Gegnerin nun mindestens noch ein weiteres Jahr warten muss.

“Natürlich sind wir hier, weil wir um das Regenbogentrikot kämpfen, aber ich weiß auch, dass ich es mit der wahrscheinlich besten Fahrerin der Welt zu tun hatte“, ordnete Niewiadoma-Phinney ihren zweiten WM-Platz ein. “Daher bin ich zufrieden im Wissen, mein Bestes gegeben zu haben. Das heißt nicht, dass ich zwangsläufig mit dem zweiten Platz zufrieden bin – ich will nach wie vor gewinnen und noch härter daran arbeiten –, aber es ist großartig zu sehen und zu spüren, dass ich mich jedes Jahr weiterentwickeln kann“, sagte die 31-Jährige und kündigte bereits mit Blick auf die WM 2027 in der französischen Region an die Haute-Savoie an: “Ein Sieg wäre sicherlich ein ganz anderes Gefühl gewesen, aber das hier gibt mir zusätzliche Motivation für die Zukunft.“

Die Motivation dürfte umso größer sein, als das Straßenrennen von Sallanches auf 158,6 Kilometern mehr als 3.400 Höhenmeter aufweist und damit eine Angelegenheit für die allerbesten Kletterspezialistinnen wie eben Niewiadoma-Phinney werden dürfte.

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