Ullrich drohte die Aufgabe

13.07.2003  |  (RA) Zwei Tage schleppte sich Jan Ullrich durch die Tour. Um den Konkurrenten kein Zeichen von Schwäche zu geben, hielt Bianchis Sportlicher Leiter Rudy Pevenage eine Magen-Darm-Infektion seines Stars geheim. „Solche Gliederschmerzen kannte ich vorher nicht. Wegen des Fiebers fürchtete ich sogar, das Rennen nicht fortsetzen zu können“, verriet Ullrich in Alpe d’Huez. Pevenage: „Nachts nach dem Mannschafts-Zeitfahren hatte mich Jan um Mitternacht geweckt. Er klagte über Schüttelfrost. Er hatte 39,5 Fieber.“

Am Donnerstag nach dem Aufstehen waren es immer noch 37,9 Grad. Mit dieser Temperatur hätte Ullrich nicht ins Rennen gehen können. Trotzdem fuhr er im Bus mit zum Start. Um 10 Uhr sank das Fieber auf 37,1 Grad. Ullrich startete, hielt trotz starker Kopfschmerzen 80 Kilometer vor dem Ziel in Never durch. Pevenage: „Vermutlich hatte er etwas falsches gegessen. Denn auch am Freitag plagten ihn noch Magen-Darm-Probleme.“ Jetzt scheint alles ausgestanden. Ullrich: „Ich fühle mich wieder gut. In der Hitze der letzten Tage habe ich wohl alles ausgeschwitzt.“

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