44. Rund um den Henninger Turm

Gerdemanns Abschied von AKUD

30.04.2005  |  Der Klassiker Rund um den Henninger Turm in Frankfurt ist in diesem Jahr für die Akteure des Essener Profiteams Akud - Arnolds Sicherheit gleich in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes.

Zum einen natürlich, weil man sich dort mit einigen der besten Radrennfahrer der Welt messen kann, und zum anderen weil der Mann, der in den vergangenen Jahren sehr viel zu den Erfolgen der Mannschaft beigetragen hat am 1. Mai das letzte Rennen für sein Team bestreiten wird.

"Natürlich ist etwas Wehmut dabei", sagt Linus Gerdemann, "denn diese Mannschaft hat mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich werde alles versuchen mich mit einem guten Resultat zu verabschieden, bevor ich nächste Woche für mein neues Team CSC schon bei den 4 Tagen von Dünkirchen starten werde."

Renntaktisch ist Gerdemann auch am Henninger Turm ein wichtiger Mann. Wenn es im bergigen Taunus zu Angriffen kommen sollte, wird er zusammen mit Gerhard Trampusch derjenige sein, der versuchen wird die Akud Farben im Vorderfeld zu vertreten.

Die anderen Fahrer werden die Aufgabe haben, bei den frühen Angriffen, die wegen der Liveübertragung im HR und in der ARD sehr früh kommen werden, dabei zu sein - und sei es zum Sammeln von Erfahrungen. Besonders der Youngster Gerald Ciolek aus Pulheim wird, bei seinem ersten Einsatz in der Königsklasse, alles ganz genau beobachten. Der junge Sprinter war im vergangenen Jahr noch einer der erfolgreichsten deutschen Juniorenfahrer, hat zwar das Gefühl "ins Kalte Wasser geschmissen zu werden, aber egal, ich kann ja schwimmen" meinte er unbekümmert.

Etwas Sorge hat Sportdirektor Jochen Hahn noch um Lubor Tesar, der sich von seiner Grippe zwar scheinbar erholt hat, aber dem es sicher nicht so gut geht wie er sich das wünscht.

Die anderen im Team, die Routiniers Thomas Liese und Timo Scholz sowie Marco Düchting und Artur Gajek sind voller Optimismus in dem gut besetzten Rennen "zumindest Phasenweise ins Renngeschehen einzugreifen. Was am Ende daraus wird wissen wir nicht" so Gajek, "aber wir werden alles geben!"

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