Dopingverdacht

WADA leitet Untersuchungen gegen Contador ein

08.08.2007  |  (Ra) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat Untersuchungen gegen Tour-Sieger Alberto Contador (Discovery Channel) eingeleitet, nachdem sie offenbar belastende Dokumente vom Heidelberger Molekularbiologen Dr. Werner Franke erhalten hat. In diesen Dokumenten wird Contador mit dem Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht.

Der 24-jährige Spanier wird verdächtigt, ebenfalls ein "Fuentes-Kunde" gewesen zu sein. Die WADA arbeitet auch mit Jörg Jaksche, der vor wenigen Wochen ein umfassendes Dopinggeständnis abgelegt hatte, zusammen. Jaksche war zur betreffenden Zeit Teamkollege von Contador.

Angeblich sollen beschlagnahmte Dokumente die Buchstabenfolge A.C., die Initialen von Contador, beinhalten. ,,Ich weiß nicht ob Contador Kunde bei Fuentes war“, sagte Jaksche. ,,Ich weiß nur, dass ich diese Dopingmittel, die auf diesem Dokument stehen, benutzt habe."

Mit der Entscheidung, Untersuchungen gegen Contador einzuleiten, widerspricht die WADA der Auffassung UCI. Der Weltradsportverband hatte den Spanier zuvor von jeglicher Verstrickung in diesem Fall freigesprochen.

Contadors Teamchef Johan Bruyneel zweifelt jedoch Frankes Integrität an. "Franke hat auch schon Danilo Hondo verteidigt, als dieser bei der Murcia-Rundfahrt verbotene Mittel nahm. Wenn man mich fragt, so spricht er immer die Sprache derer, die ihn bezahlen.“ Franke hatte Contadors Toursieg zuvor als ,,größten Schwindel in der Sportgeschichte“ bezeichnet.

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