"Werde ihm nie verzeihen"

Gerdemann wütend auf Sinkewitz

13.08.2007  |  (Ra) – Linus Gerdemann ist immer noch wütend auf seinen ehemaligen T-Mobile-Teamkollegen Patrik Sinkewitz. Der 26-jährige Henninger Turm-Sieger war bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle am 8. Juni Testosteron-Doping nachgewiesen worden. „Das ist kein Fehler, den man mal eben so kurz verzeihen kann“, sagte Gerdemann im Interview mit der Bild am Sonntag. „Diesen Fehler werde ich ihm nie verzeihen. Ich kann mit ihm nicht einfach zur Normalität übergehen. Dafür ist die Sache viel zu groß.“

Er habe seitdem einmal Kontakt zu Sinkewitz gehabt. Nach dessen schwerem Sturz bei der Tour de France habe er ihn im Krankenhaus angerufen. Gerdemann: „Ich habe ihn nicht auf das Thema angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich ohnehin noch nicht geäußert. Ich habe gefragt, wie es ihm geht – ich wusste, dass er viel für mich getan hatte, als ich einen Tag das Gelbe Trikot getragen hatte. Es war trotzdem ein komisches Gefühl und es war schwer, mit ihm zu sprechen. Wie gesagt: Sein Verhalten ist nicht akzeptabel.“

Der 24-jährige Münsteraner mit Wohnsitz in der Schweiz sorgt sich um den Beruf des Radrennfahrers. Aufgrund der vielen Dopingfälle sei der Profiradsport zu Recht in Verruf geraten. „Die Skepsis ist absolut berechtigt“, so Gerdemann. „Ich wehre mich aber gegen die Pauschalisierung, dass alle Fahrer dopen. Das ist definitiv nicht so.“

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