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09.05.2009 | (rsn) – Kommt es zum Auftakt des 92. Giro d’Italia zu einem Duell zwischen den beiden US-Teams Columbia-Highroad und Garmin-Slipstream? Beide Mannschaften zählen - neben Astana, Katjuscha und Liquigas - im Zeitfahren von Venedig zu den großen Favoriten. Aber während Columbia um Supersprinter Mark Cavendish nicht nur am Samstag, sondern vor allem auf den folgenden Flachetappen zu den Sieganwärtern gehört, ist für das Team von Jonathan Vaughters das Zeitfahren der Höhepunkt des Giro, auf den man sich mit Akribie vorbereitet hat.
Eine Strategie, die nicht überall auf Verständnis stößt. Cavendish etwa kritisierte am Vorabend des Giro-Starts bereits die Ausschließlichkeit, mit der sich Garmin-Slipstream auf das Zeitfahren konzentriert. „Das Rennen hat 21 Etappen, und ich denke, es ist schon ein bisschen respektlos gegenüber dem Giro“, stichelte der 23-jährige Brite, der im Vorjahr zwei Giro-Etappen gewann. „Für Garmin beginnt das Rennen am ersten Tag und es endet am Ende des ersten Tages.“
Aus den Worten Cavendishs wird auch die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften deutlich, die wohl die besten Zeitfahrer der Welt in ihren Reihen haben. Columbia fuhr 2008 16 Siege im Kampf gegen die Uhr ein, Garmin gelangen 12 Erfolge. Im Giro-Teamzeitfahren von Palermo 2008 hatte allerdings die Vaughters-Truppe mit sieben Sekunden die Nase vorn, der US-Amerikaner Christian Vande Velde trug danach für einen Tag das Rosa Trikot. Und auch diesmal ist die Garmin-Mannschaft mit den ausgewiesenen Spezialisten Vande Velde, David Zabriskie, David Millar oder Bradley Wiggins auf dem Papier etwas stärker einzuschätzen. Neuzugang Wiggins, am Ende der letzten Saison von Columbia zu Garmin gewechselt, sagte sogar: "Solange wir Columbia schlagen, ist alles okay.“
Damit das gelingt, hat das Team in seinem europäischen Stützpunkt im spanischen Girona speziell Mannschaftszeitfahren trainiert, wohingegen Columbia nach Cavendishs Worten nur wenig Spezialtraining praktiziert hat. „Wir haben im letzten Jahr nicht wirklich was gemacht und auch diesmal nicht“, sagte der Columbia-Kapitän. „Wir sind hier mit einem vielseitigen Team am Start und haben 21 Chancen. Garmin hat das Teamzeitfahren und was sonst noch?“
Quelle: cyclingnews.com
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