Ex-Mountainbiker überzeugt beim Giro-Debüt

Kessiakoff: "Je steiler, umso besser"

Foto zu dem Text "Kessiakoff:

Frederik Kessiakoff (Fuji-Servetto) auf der 5. Etappe des Giro d´Italia

Foto: ROTH

15.05.2009  |  (rsn) – Die Italiener dominieren wie erwartet ihre Heimatrundfahrt, aber zwei Schweden mischen munter an der Spitze der Gesamtwertung mit. Thomas Lövkvist gewann mit seinem Columbia-Highroad-Team das Zeitfahren von Venedig, trug nach der 4. Etappe für einen Tag das Rosa Trikot und führt die Wertung des besten Nachwuchsfahrers an. Sein Landsmann Frederik Kessiakoff (Fuji-Servetto) zeigte auf der 5. Etappe hinauf zur Seiser Alm eine Glanzleistung, belegte Platz zehn und war vor den italienischen Favoriten Gilberto Simoni and Damiano Cunego im Ziel.

„Das war der erste wirkliche Test bei diesem Giro für mich“, sagte der Skandinavier vor der 6. Etappe im Gespräch mit cyclingnews.com. „Am Tag davor war es ein sehr schneller Anstieg, nicht unbedingt das, was mir liegt. Je steiler es ist, desto besser ist es für mich.“

Trotz seiner bereits 28 Jahre bestreitet Kessiakoff seine erste Saison als Straßenprofi. Der ehemalige Mountainbiker hat in diesem Jahr bereits mit einigen Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Kessiakoff beendete die Tour de Langkawi auf Platz vier der Gesamtwertung, wurde Fünfzehnter der Baskenland-Rundfahrt und sogar Neunter der Tour de Romandie. Seine Leistungen beim Giro – auch da gibt er sein Debüt – kommen also nicht völlig überraschend.

„Die Tour de Romandie hat mir geholfen, in Form zu kommen“, sagte Kessiakoff. „Mein zehnter Platz auf der Seiser Alm hat meine Ambitionen aber nicht verändert: Eine Platzierung unter den besten 30 wäre gut. Noch sind zwei Wochen zu absolvieren. Vielleicht probiere ich etwas in der letzten Woche, wenn ich mich dann noch gut fühle.“

Kessiakoff freute sich aber nicht nur über sein eigenes Abschneiden, sondern auch über das Rosa Trikot seines Landsmanns Lövkvist. „Ich wusste, was er kann, aber hinauf zur Seiser Alm hat er mich sehr beeindruckt“, so der Skandinavier. „Normalerweise plaudern wir immer vor dem Start oder auch mal im Rennen. Es ist schön, sich mit jemandem in der eigenen Sprache unterhalten zu können.“

Da sein Fuji-Servetto-Team im Auftaktzeitfahren nur den letzten Platz belegte, ging der Kessiakoff schon mit deutlichem Rückstand auf die 2. Etappe. Mittlerweile hat er sich auf Platz 23 des Gesamtklassements vorgearbeitet, 3:51 Minuten hinter dem Rosa Trikot von Danilo Di Luca (LPR Brakes). Auch auf der 6. Etappe nach Mayrhofen zeigte er sich vorne und erreichte in der Favoritengruppe zeitgleich mit Di Luca das Ziel.

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