96. Tour de France: Stimmen zur 14. Etappe

Maaskant: "Eine große Gruppe mit einer Menge starker Jungs"

Foto zu dem Text "Maaskant:

Martijn Maaskant (Garmin-Slipstream) nach der 14. Tour-Etappe)

Foto: ROTH

18.07.2009  |  (rsn) - Sergej Ivanov (Katjuscha) belauerte im Finale die Konkurrenten, Martijn Maaskant (Garmin-Slipstream) griff bei Gegenwind an; Rinaldo Nocentini (Ag2r) verteidigte sein Gelbes Trikot noch einmal knapp. Stimmen zur 14. Etappe:

Sergej Ivanov (Katjuscha, Etappensieger): „Der Anfang war hart. Wir haben lange Zeit angegriffen, aber das Peloton blieb uns immer mit 20 Sekunden Abstand auf den Fersen. Ich hatte nichts mehr in den Beinen, aber dann plötzlich zeigten die Zeitmessungen, dass unser Vorsprung wuchs und wuchs. Jeder hat gesehen, dass alle zwölf auf der Lauer lagen und wir alle auf die letzten Kilometer gewartet haben, weil wir Gegenwind hatten und keiner einen frühen Angriff wagen wollte. Es ist nicht das gleiche Gefühl wie bei meinem ersten Sieg bei der Tour 2001; damals war ich jung und habe noch nicht verstanden, worum es geht… Ich bin nur so geflogen. Heute weiß ich es zu schätzen. Es ist unglaublich."

Martijn Maaskant (Garmin-Slipstream, Etappenvierter, kämpferischster Fahrer): "Ich habe am letzten Anstieg angegriffen, aber leider hatten wir Gegenwind und es war ziemlich schwer, einen Vorsprung herauszufahren. Als Ivanov auf die Abfahrt am letzten Hügel ging, war er wirklich stark und ich bin beeindruckt, dass es ihm gelungen ist, seine Führung trotz des Windes bis ins Ziel zu verteidigen. Ohne Hincapie von Columbia in unserer Gruppe wäre es natürlich schwierig geworden, unseren Ausreißversuch so lange zu verteidigen, aber wir waren eine große Gruppe mit einer Menge starker Jungs.“

Rinaldo Nocentini (Ag2r, Gelbes Trikot): "Wir hatten Nicolas Roche vorn, deshalb mussten wir nicht anziehen, aber da Hincapie in der Ausreißegruppe mitfuhr, bestand die Gefahr, das Gelbe Trikot zu verlieren. 50 Kilometer vor dem Ziel schließlich sagte unser sportlicher Leiter Vincent Lavenu: ’Okay, los geht’s! Lasst uns die Jungs einfangen…’ Das war natürlich nicht möglich, aber wir mussten zumindest Schadensbegrenzung betreiben und das Gelbe Trikot verteidigen. Letztendlich habe ich die Führung mit fünf Sekunden Vorsprung behalten, weshalb ich mit dem Verlauf der diesjährigen Tour für mich natürlich zufrieden bin.“

Thor Hushovd (Cervélo TestTeam, Grünes Trikot): „Die Jury-Entscheidung ist korrekt. Der Sprint war wirklich nicht fair. Ich wollte Cavendish an ihm vorbei und als er mich sah, versuchte er mich in die Barrieren abzudrängen. Das ist kein Fairplay. Ich wollte ihn überholen, aber dann musste ich durch diese Aktion bremsen. Es ist in Ordnung, wenn er schneller ist als ich und auf faire Weise gewinnt– das kann ich akzeptieren. Aber nicht, wenn man nicht den Regeln folgt, das ist nicht fair.“

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