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13.12.2009 | (rsn) – In seinem vierten Jahr bei Liquigas bestritt Vincenzo Nibali seine bisher beste Profisaison. Der junge Italiener fuhr zwei Siege ein und lieferte eine bärenstarke Tour de France ab.
„Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich weiter verbessert habe. Ich möchte diesen Weg weitergehen und in den Herzen der Fans bleiben“, sagte Nibali zu ciclonet und gegenüber Realbike: „Mit der Tour und meinen zwei Saisonsiegen kann ich nur glücklich und zufrieden sein.“
Seine erste Podiumsplatzierung fuhr Nibali Mitte Februar mit einem dritten Etappenrang bei der Kalifornien-Rundfahrt ein. In der Gesamtwertung reichte es zu Platz sechs. Nach dem zehnten Gesamtrang bei Tirreno-Adriatico bereitete sich der Liquigas-Jungstar auf die Ardennenklassiker vor. Den GP Indurain (Kat. 1.HC) beendete Nibali auf Rang vier, die Baskenland-Rundfahrt auf Platz neun und den GP Primavera auf Rang fünf. Mit entsprechend großem Selbstvertrauen reiste er in die Ardennen. Dort konnte er allerdings keine Akzente setzen. Beste Platzierung war Rang 18 beim Amstel Gold Race.
Die unmittelbare Tour de France-Vorbereitung begann Nibali mit der Dauphiné Libéré. Auf gleich drei Etappen konnte der Rundfahrtspezialist dabei in die Top-Ten fahren und die Rundfahrt auf Rang sieben abschließen. „Leistungstechnisch habe ich mir nichts vorzuwerfen. Vielleicht lächelt mich das Glück in ein paar Wochen bei der Tour an“, so Nibali zu Ciclismo Al Fondo. „Ich bin bisher stark gefahren, konnte mich aber noch nicht mit einem Sieg belohnen.“ Ende Juni war es dann jedoch soweit. Vor der Tour bestritt der Sizilianer noch den GP Appennino (Kat. 1.1), wo ihm endlich der erste Saisonsieg gelang.
Bei der Tour de France war Nibali neben dem Briten Bradley Wiggins (Garmin-Slipstream) die große Überraschung. Er zeigte sowohl in den Bergen als auch in den Zeitfahren starke Leistungen und belohnte sich dafür mit Platz sieben der Gesamtwertung - damit landete er noch vor seinem von vielen höher gehandelten tschechischen Teamkollegen Roman Kreuziger. „Mit der Tour bin ich sehr zufrieden. Meine Unerfahrenheit hat mir aber eine noch bessere Platzierung gekostet“, sagte Nibali zu Ciclonet.
Nach der Tour unterstrich Nibali seine starke Form beim italienischen Eintagesrennen Citta di Camaiore (Kat. 1.1), bei dem er Anfang August seinen zweiten Saisonsieg landen konnte. Auf der 6. Etappe der Eneco-Tour war die Saison von Nibali allerdings jäh beendet. Der 25-Jährige kam zu Fall, brach sich das Schlüsselbein und bestritt in der abgelaufenen Saison keine Rennen mehr.
Auch 2010 wird Vincenzo Nibali bei der Tour de France wieder eine Spitzenplatzierung anpeilen. Allerdings muss er sich dann gegen gleich zwei teaminterne Konkurrenten durchsetzen: Ivan Basso und Roman Kreuziger haben ebenfalls ihr Hauptaugenmark auf die Frankreich-Rundfahrt gelegt. „Drei Kapitäne könnten etwas viel sein, aber es wird keinen Zoff geben. Zumindest in der kommenden Saison werde ich noch einmal alles für Liquigas geben“, kündigte Nibali gegenüber Tuttobiciweb an, nachdem sein Rennstall einen vorzeitigen Wechsel zum Team Sky abgelehnt hatte.
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