Mailand-San Remo: Columbia setzt auf Cavendish

Ist der Titelverteidiger in Form?

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Mark Cavendish (HTC-Columbia) bei Tirreno-Adriatico Foto: ROTH

17.03.2010  |  (rsn) – Mark Cavendish (HTC-Columbia) hat sich bei seinem Sturz auf der letzten Etappe von Tirreno-Adriatico zwar Schnittwunden und Prellungen zugezogen, wird aber am Samstag beim Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo am Start stehen. Das kündigte Columbia-Sportdirektor Brian Holm im Gespräch mit cyclingnews.com mit. „Er hat zwar Verletzungen, wie man sie nach einem Sturz bei Tempo 60 erwarten kann, aber er ist nicht aus Schokolade“, sagte Holm.

Der 24 Jahre alte Brite war am Dienstag in einer Kurve rund acht Kilometer vor dem Ziel gestürzt, konnte das Rennen aber beenden. Der Crash ist bezeichnend für eine bisher holperig verlaufende Saison. Cavendish musste aufgrund von Zahnproblemen, die ihn jetzt zum Tragen einer Spange zwingen, seinen Saisonstart verschieben. Zudem hatte der beste Sprinter der vergangenen beiden Jahren zumindest in der Vorbereitung mit Gewichtsproblemen zu kämpfen.

In den drei Rennen, an denen er schließlich teilnahm – Andalusien-Rundfahrt, Clasica de Almeria, Tirreno-Adriatico – gelang ihm kein Sieg. Bestes Ergebnis war ein zweiter Platz in Almeria hinter dem Niederländer Theo Bos (Cervélo TestTeam). All das zusammengenommen wirft die Frage auf, ob der Titelverteidiger am Samstag in der Lage sein wird, um den Sieg mitzufahren.

Cavendish Sportdidrektor traut ihm genau das aber zu. „Ich glaube wirklich, dass er wieder gewinnen kann“, sagte Holm. “Ich denke, dass seine Chancen mehr oder weniger die gleichen sind wie im letzten Jahr. Damals hat er alle überrascht und in gewisser Hinsicht sah es fast schon zu einfach aus. Wir wissen, dass es diesmal schwierig sein wird, aber wir werden es versuchen.“

Noch hat Columbia sein Aufgebot für die Classicissima nicht bekannt gegeben, doch sollte die Teamleitung auf Cavendish setzen, dürfte ein Start von André Greipel eher unwahrscheinlich sein. Dabei hat Hürther seinen Teamkollegen mit sechs Saisonsiegen bisher in den Schatten gestellt.

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