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20.03.2010 | (rsn) – Mit Ausnahme von Weltmeister Cadel Evans trat das BMC Racing-Team am Samstag in Bestbesetzung zu Mailand-San Remo an. Aber nicht die etatmäßigen Kapitäne Alessandro Ballan und George Hincapie sorgten für das beste Ergebnis des Zweitdivisionärs, sondern Marcus Burghardt. Der 26 Jahre alte Zschopauer erreichte mit der ersten Gruppe das Ziel in San Remo und beendete das Rennen auf einem achtbaren 22. Platz.
Dabei hatte Burghardt den ersten großen Klassiker des Jahres zwischenzeitlich fast schon abgehakt. „Es war ein komisches Rennen. Ich hatte vor La Manie fast schon damit abgeschlossen, weil sich das Feld geteilt hatte“, sagte der BMC-Neuzugang. „Ich war in der hinteren Gruppe und dachte mir, dass es schwer werden würde, wieder nach vorn zur ersten Gruppe zu kommen.“
Zu Burghardts Glück zählte auch Titelverteidiger Mark Cavendish (HTC-Columbia) zu den abgehängten Fahrern. „Columbia hat dann alle Fahrer an die Spitze der Gruppe gesetzt und die Nachführarbeit geleistet“, sagte der Klassikerspezialist. Die Mühe lohnte sich, denn noch vor den beiden letzten Anstiegen war das Feld wieder beisammen.
Im Finale war Burghardt sogar in der 25 Fahrer starken Gruppe dabei, die schließlich den Sieg unter sich ausmachte. „Ich hatte schon in La Manie gemerkt, dass ich gute Beine hatte. Ich konnte am Berg gut mitfahren und sogar an die vordere Gruppe ranfahren“, so der ehemalige T-Mobile-Profi. „An Cipressa und Poggio musste ich dann allerdings richtig tief gehen, um dabei bleiben zu können. Aber es hat zum Glück geklappt.“
Burghardt zeigte sich nach der den 300 Kilometern der „Classicissima“ zuversichtlich im Hinblick auf seine nächsten Einsätze. „Das Rennen heute war wichtig für die Moral. Am Anfang von Tirreno- Adriatico hatte ich mich noch nicht so gut gefühlt, aber dann ging es Tag für Tag besser, und das habe ich auch heute gemerkt“, sagte der Tour-Etappensieger von 2008, dessen Saisonhöhepunkte – die belgischen Klassiker - vor der Tür stehen. „Als nächstes fahre ich Harelbeeke und Gent-Wevelgem. In Harelbeeke war ich schon mal Dritter, Gent-Wevelgem habe ich sogar gewonnen. An diese Erfolge will ich anknüpfen“, so Burghardt, der auf die Stärke seines Teams vertraut: „Ich habe heute gemerkt, dass wir mit dieser Mannschaft in den kommenden Wochen. gute Klassiker fahren können.“ Mit der heutigen Leistung darf sich der Sachse berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches Frühjahr machen.
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