Einspruch gegen Einstellung des Verfahrens

Fall Ullrich: UCI zieht vor den CAS

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Jan Ullrich

Foto: ROTH

25.03.2010  |  (rsn) – Die „Operacion Puerto“ ist für Jan Ullrich offenbar noch nicht ausgestanden. Der Radsportweltverband UCI hat am Montag vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die von der Disziplinarkammer des Schweizer Olympischen Komitees (Swiss Olympic) verfügten Verfahrenseinstellung gegen den Toursieger von 1997 Berufung eingelegt. Das erklärte UCI-Sprecher Enrico Carpani auf Anfrage von Radsport News. Dem Schritt der UCI wird sich auch Antidoping Schweiz anschließen, wie die Stiftung am Mittwoch gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung bestätigte.

Swiss Olympic hatte die Einstellung des Dopingverfahrens Mitte Februar mit Ullrichs bereits im Jahr 2006 vollzogenem Austritt aus dem Schweizer Verband begründet. Deshalb habe man keine „Disziplinargewalt“ mehr über den Deutschen, hieß es.

Möglich erscheinen nun zwei Vorgehensweisen des CAS. Entweder fällen die drei Richter eine Entscheidung in der Frage, ob Ullrich dopte oder nicht. Oder aber – was wahrscheinlicher ist – sie beurteilen die Zuständigkeit der Disziplinarkammer von Swiss Olympic. Die Schweizer müssten dann eventuell doch eine Entscheidung in der Sache treffen, gegen die wiederum Ullrich vor dem Lausanner Sportgerichtshof Einspruch einlegen könnte.

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