Roels Giro-Tagebuch / 7. Etappe

Das war einer dieser besonderen Tage!

Von Dominik Roels

Foto zu dem Text "Das war einer dieser besonderen Tage!"
Dominik Roels (Milram) Foto: ROTH

15.05.2010  |  (rsn) - Schlammschlacht! Heute war schon einer dieser besonderen Tage! Am Start habe ich mich so schnell wie möglich zurecht gemacht und wie jeden Tag die Regenweste eingepackt (obwohl es da es grad mal nicht regnete). Den obligatorischen Kaffee hatte ich wie auch schon die letzten Tage vom Bus in das Giro-Villagio verlegt. Dort war ich heute mit einem italienischen Bekannten verabredet, mit dem ich noch einen kleinen Plausch hielt.

Erwartungsgemäß gingen von Start an die Attacken los. Wir waren aufmerksam und zumeist in den Gruppen mit dabei. Durch Pisa hindurch waren Fabian (Wegmann, d. Red.) und ich sogar mal in einer großen, etwa 18 Mann starken Gruppe mit 40 Sekunden weg, doch das Loch wurde wieder zugefahren.

Bei dem Duo, das nach mehr als 80 Kilometern den Absprung schaffte, war dann keiner von uns dabei. Im Nachhinein war das nicht so schlimm, da die Fuga ja schon zeitig wieder eingeholt wurde, und sich dann unsere Speerspitzen Linus (Gerdemann) und Tommy (Rohregger) gut in Szene setzen konnten.

Ich befand mich zu der Zeit dann schon im Gruppetto und bin die Schotterpassagen dann meist von vorne gefahren, um nicht auch noch den Schlamm von den Hinterrädern abzubekommen.

Wenn sich jemand wundert, warum ich isoliert ins Ziel kam: Das war, weil ich an den Steilstücken meinen Gang kaum herumbekam. Beim Herumwürgen war ich vielleicht wohl dem einen oder anderen meiner Kollegen zu zügig unterwegs. Um keinem mehr auf den Nerv zu gehen, bin ich dann kurz angetreten und den Rest der Strecke allein gefahren. Das ist natürlich eigentlich ein Faux-pas, das Gruppetto zu attackieren, aber so konnte ich in Ruhe die letzten Kilometer genießen...

Bleibt nur noch zu sagen, dass mir die Mechaniker und Betreuer jetzt leid tun, da sie sich mit absolut versautem Material, Wäsche und Fahrzeugen herumschlagen müssen. Außerdem hat bis jetzt hat das Daumen drücken gut geholfen (außer einem kleinen, aber nicht schlimmen Sturz von Linus gestern).

Also weiter drücken!

Bis später
Euer Dominik

Der 23 Jahre alte Dominik Roels und der ein Jahr ältere Paul Voß bestreiten in diesem Jahr ihren ersten Giro d'Italia. Die beiden Milram-Profis führen auf Radsport News abwechselnd Tagebuch von der ersten großen Rundfahrt des Jahres.

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