Knees stoppen spitze Steine

Monfort ist der König von Bayern

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Maxime Monfort (HTC-Columbia) Foto: ROTH

29.05.2010  |  (rsn) – Im vergangenen Jahr hatte sich Maxime Monfort (HTC-Columbia) bei der Bayern-Rundfahrt noch Linus Gerdemann geschlagen geben müssen. In diesem Jahr deutet nach der 4. Etappe alles darauf hin, dass der 27 Jahre alte Belgier das wichtigste deutsche Etappenrennen erstmals in seiner Karriere gewinnen wird. Die Grundlage dazu legte Monfort am Samstag mit seinem überlegenen Sieg im Zeitfahren von Berching.

Auf dem anspruchsvollen Kurs mit zwei jeweils rund vier Kilometer langen Anstiegen setzte sich der Belgische Zeitfahrmeister in 36:04 Minuten mit 12 Sekunden Vorsprung auf den italienischen U23-Zeitfahrweltmeister Adriano Malori (Lampre) durch. Platz drei ging an Monforts neuseeländischen Teamkollegen Hayden Roulston (+0:48), der sich völlig verausgabte und nicht mehr zur Siegerehrung erscheinen konnte. Enttäuschend verlief das Zeitfahren für das deutsche Team Milram. Kapitän Christian Knees, der bei der Zwischenzeit schon 18 Sekunden Rückstand hatte, büßte nach einem Defekt bei Kilometer 23 endgültig alle Chancen ein und landete abgeschlagen auf Rang 15 mit 1:15 Minuten Rückstand auf den strahlenden Monfort, der sich das Gelbe Trikot überstreifen durfte.

„Ich habe mich sehr gut gefühlt und war sehr zuversichtlich. Die Distanz war perfekt für mich und es gab zwei Anstiege, es war einfach optimal und entsprechend war ich richtig motiviert“, kommentierte Monfort seinen ersten Saisonsieg. „Ich war im vergangenen Jahr Zweiter der Rundfahrt und habe jetzt das Zeitfahren gewonnen, also hoffe ich jetzt natürlich das Trikot morgen zu verteidigen.“

„Gestern war ich noch nicht ganz so happy, als bei 40 Mann nur ein Fahrer von uns dabei war“, ergänzte Columbias Sportlicher Leiter Jan Schaffrath. „Aber ich wusste, dass wir eine gute Mannschaft für das Zeitfahren haben und um so mehr bin ich jetzt natürlich glücklich, dass wir mit Platz eins und drei sowie Patrick Gretsch auf Rang sechs eine super Mannschaftsleistung hingelegt haben.“

Der 23 Jahre alte Gretsch (+0:59) war hinter dem dem viertplatzierten Australier Travis Meyer (Garmin-Transitions/++0:49) und dem Slowenen Simon Spilak (Lampre/+0:49) bestplatzierter deutscher Fahrer. Eine überzeugende Vorstellung lieferte Simon Geschke (Skil-Shimano) ab. Der 24 Jahre alte Berliner landete bei 1:02 Minuten Rückstand auf Monfort auf dem achten Platz, zeitgleich mit dem französischen Tagessiebten Christophe Riblon (Ag2r). Bester Österreicher war Stefan Denifl (Cervélo TestTeam/+1:06) auf Rang zehn.

Monfort geht mit 12 Sekunden Vorsprung auf Malori am Sonntag in die letzte Etappe von Berching nach Fürstenfeldbrück und dürfte angesichts des eher flachen Profils keine Mühe haben, sein Gelbes Trikot gegen Malori zu verteidigen. „Ich bin sehr froh, in meinem ersten Profijahr in so einem Rennen Zweiter geworden zu sein“, zeigte sich der 22-Jährige sehr zufrieden. „Der Kurs mit den beiden Anstiegen lag mir sehr.“

Als Dritter hat Spilak bereits 49 Sekunden Rückstand. Geschke folgt mit genau einer Minute Rückstand auf Monfort auf dem vierten Platz und wird die Rundfahrt wohl als bester deutscher Fahrer beenden."Die Strecke kam mir entgegen. Ich habe mir die Kraft richtig eingeteilt und bin absolut zufrieden", so Geschke nach dem Rennen.

Dagegen wird die 31. Bayern-Rundfahrt für Knees, Sieger der Ausgabe von 2008, ernüchternd enden. „Das war sehr unglücklich für mich heute. Ich hatte einen Platten und musste das komplette Rad wechseln“, meinte Knees, der jetzt im Gesamtklassement auf Platz 12 geführt wird. „Ich bin über kleine spitze Steine gefahren, hatte es direkt gemerkt aber da war es schon zu spät. Bis dahin hatte ich die drittbeste Zwischenzeit. So etwas bringt einen leider aus dem Rhythmus, das ist wirklich schade.“

Erwartungsgemäß konnte Ruben Perez (Euskaltel), der zwei Tage lang das Gelbe Trikot getragen hatte, seine Führung im Gesamtklassement nicht behaupten. Der 28 Jahre alte Spanier belegte Platz 34 (+1:54) und fiel auf Gesamtplatz 17 zurück.

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