Garmin-Profi blieb im Zeitlimit

Millar: 180 Kilometer als Solist - hinter dem Feld

Foto zu dem Text "Millar: 180 Kilometer als Solist - hinter dem Feld"
David Millar (Garmin-Transitions) Foto: ROTH

14.07.2010  |  (rsn) – Eine ganz neue Erfahrung musste David Millar (Garmin-Transitions) auf der 9. Etappe der Tour de France machen. Der 33 Jahre alte Schotte, der mit frühen Sturzfolgen, Fieber und Magenproblemen zu kämpfen hat, wurde früh abgehängt und fuhr auf der schweren Alpenetappe 180 Kilometer als Solist hinter dem Feld her.

„Heute kommt ein brandneuer Eintrag in meine Top Fünf der schlechtesten Tage, die ich jemals auf einem Rad erlebt habe“, schrieb Millar am Abend in seinem Blog auf der Garmin-Homepage. „Ich verbrachte 180 Kilometer allein, davon überzeugt, dass ich aufgeben oder aus dem Rennen genommen würde.“

Millar ging nach eigenen Worten zwar motiviert ins Rennen, merkte aber schnell, dass seine linke Seite, auf die er auf der 2. Etappe gestürzt war, ihm Probleme bereitete. Dazu kamen Krämpfe im Rücken. „100 Kilometer vor dem Ziel hatte ich 30 Minuten Rückstand auf die Spitze. Alles was ich vor mir sah, war das Profil der Etappe“, so Millar, der dann aber entscheidende Hilfe von den Fans erhielt. „Sie waren toll, sie feuerten mich an und riefen mir zu, dass ich nicht aufgeben solle und das machte den großen Unterscheid aus. Als ich ins Ziel kam, wusste ich nicht, ob ich das Zeitlimit geschafft hatte – ich wusste nur, dass ich das Rennen beendet hatte. Und darum geht es bei der Tour.“

Millar blieb bei 42:45 Minuten Rückstand auf Etappensieger Sandy Casar (Fdejeux) im Limit und wird auch heute zur 10. Etappe antreten können.

RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine