RSN-Rangliste 2010 - Platz 1025: Andreas Stauff (Quick Step)

Den Sprung in die ProTour mit Bravour gemeistert

Von Christoph Adamietz

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Andreas Stauff (Quick Step) Foto: ROTH

07.11.2010  |  (rsn) – Andreas Stauff (QuickStep) hat den Sprung in die ProTour mit Bravour gemeistert. Der 23-jährige Kölner lieferte in den Sprintfinals wichtige Helferdienste und verpasste bei der Vuelta, seiner ersten großen Landesrundfahrt, mit einem vierten Platz nur knapp einen Podestplatz.

Stauff stieß als letzter Neuzugang zum belgischen ProTour-Rennstall und staunte erst einmal nicht schlecht über die Unterschiede zwischen seinem neuen Arbeitgeber und seinem bisherigen Team Kuota-Indeland. „Es ist schon beeindruckend, wie komplex so ein Profiteam ist. Im Gegensatz zu einem KT-Team gibt es mindestens noch mal genauso viel Personal und die Voraussetzungen für uns sind optimal. Den meisten kleinen Teams fehlt da einfach das Geld, um so arbeiten zu können“, so Stauff zu Saisonbeginn zu Radsport News.

Der erste Einsatz war für die Tour Down Under geplant, doch daraus wurde nichts, „da ich als Neo-Profi für meinen Biologischen Pass erst drei Trainingskontrollen brauchte, um bei einem ProTour-Rennen zu starten. Wie sich die UCI das vorstellt, zum ersten Event der Serie im Januar drei Mal getestet zu werden? Wahrscheinlich weiß das von denen auch keiner!“, beklagte sich Stauff. So startete Stauff bei der Katar-Rundfahrt, wo er als Anfahrer seinem Kapitän Tom Boonen zu dessen ersten Saisonsiegen führte. „Andreas hat einen Klasse-Job gemacht", lobte der Belgier seinen neuen Teamkollegen.

Danach ging es zur Oman-Rundfahrt, wo Stauff als Etappenneunter seine erste Top-Ten-Platzierung einfahren konnte. „Radsport war für die meisten Menschen im Oman was ganz Neues. Die Neugier und Begeisterung war riesig, teilweise freuten sich die Leute sich so sehr, dass sie einfach auch mal auf die Straße gesprungen sind, wenn 120 Fahrer mit Tempo 60 vorbeikamen“, schilderte Stauff seine Erlebnisse.

Das erste ProTour-Rennen stand Ende März in Katalonien auf dem Programm, wo der Neoprofi auf der letzten Etappe ebenfalls in die Top Ten fahren konnte, und dass, nachdem acht Fahrer durch einen Sturz kurz vor dem Ziel mit Vorsprung ins Ziel gekommen waren. Weitere Spitzenplatzierungen folgten auf Etappen der Vier Tage von Dünkirchen und der Kalifornien-Rundfahrt.

 Ein Start beim großen Klassiker Paris-Roubaix blieb dem Rheinländer wegen einer unglücklichen Verletzung verwehrt, die er sich in den eigenen vier Wänden zugezogen hatte. „Dummerweise bin ich am Tag vor dem Rennen morgens im Halbschlaf beim Treppensteigen mit einem Zeh an der Stufe hängengeblieben und zack, Gelenkkapsel verletzt... Shit happens!“, schilderte Stauff das Malheur. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte bestritt er die Dauphiné, wo er sich einen sechsten Etappenrang ersprinten konnte.

Das beste Saisonergebnis gelang Stauff in der zweiten Jahreshälfte, als er auf einer Etappe der Vuelta a Espana auf Rang vier sprinten konnte.

Auch im kommenden Jahr wird Stauff für Quick Step fahren. Seine Aufgaben im Team, das mit Gerald Ciolek einen zweiten starken Sprinter dazu bekommen hat, werden sich nicht ändern: für die Kapitäne im Finale arbeiten und bei dem ein oder anderen Rennen im Sprint auf eigene Rechnung fahren.

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