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03.12.2010 | (rsn) – Als Ersatz für den zu Saxo Bank abgewanderten Alberto Contador steht Roman Kreuziger in seinem ersten Jahr bei Astana vor einer schweren Aufgabe. In seinen drei Jahren beim kasachischen Rennstall gewann der Spanier zwei Mal die Tour de France und je einmal den Giro d’Italia und die Vuelta a Espana. Der 24 Jahre alte Tscheche traut sich aber zu, es Contador zumindest beim Giro nachmachen zu können.
„Der Giro wird in diesem Jahr mein wichtigstes Rennen sein. Ich bin überzeugt, dass ich auf’s Podium fahren kann und wenn alles gut läuft, kann ich das Rennen auch gewinnen“, sagte Kreuziger selbstbewusst zu cyclingnews.com. Zugleich kündigte der Rundfahrtspezialist seinen Startverzicht für der Tour de France 2011 an. “Der kommende Giro ist sehr schwer und sowohl Giro als auch Tour zu fahren, wäre zu viel. Ich werde die Tour im Jahr 2012 fahren“, so Kreuziger.
Damit dürfte bei Astana die Rollenverteilung zumindest in den großen Rundfahrten geklärt sein. Der Kasache Alexander Winokurow hatte bereits erklärt, dass Kreuziger Kapitän beim Giro und er selber bei der Tour als Astana-Anführer das Podium in Paris anstrebe. “Das ist Vinos letzte Saison und es ist ein bisschen schade, dass ich nicht gemeinsam mit ihm die Tour bestreiten werde, aber so ist Radsport”, erklärte Kreuziger, der nach fünf Jahren bei Liquigas eigenen Angaben zufolge einen Tapetenwechsel brauchte.
„Ich hatte zwar noch ein Jahr Vertrag, aber ich hatte keine richtige Moral mehr. Ich war dort einfach nicht mehr glücklich“, begründete der Gewinner der Tour de Suisse 2008 seinen vorzeitigen Abschied vom Basso-Team. „Ich hatte Angebote von zwei oder drei Teams, und nach Abwägen aller Vor- und Nachteile habe ich mich entschieden, dass Astana am besten für mich ist.“
Nach dem Weggang von Contador und dem bevorstehenden Karrierende des mittlerweile 37 Jahre alten Winokurow wird Kreuziger ab 2012 bei Astana freie Fahrt in allen großen Rundfahrten bekommen. Bei Liquigas dagegen hätte er sich nicht nur gegen Basso durchsetzen, sondern auch gegen Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali und den nach jetzigem Stand zurückkehrenden Franco Pellizotti behaupten müssen.
Da ist es keine Überraschung, dass sich der Astana-Neuzugang bei seinem Team wohl fühlt. “Mir geht’s wirklich gut hier. Die ‘alten Hasen’ im Team haben mich wirklich gut akzeptiert und mich in ihre Familie aufgenommen“, sagte Kreuziger.
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