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18.02.2011 | (rsn) - Heute stand die Etappe (mit Bergankunft) an, wegen der ich eigentlich von meinem Team in Katar und Oman eingesetzt wurde.
Die ersten 50 Kilometer wurde nur gesprungen, irgendwie wollte heut jeder in die Gruppe des Tages. Selbst Cavendish und Boonen haben mitgemacht - das sieht man auch nicht so oft. Wir ließen uns das Spektakel ebenfalls nicht entgehen und sind - von mir abgesehen - deshalb auch alle mit in die Gruppen gegangen. Das war bei Gegenwind ein hartes Stück Arbeit und als nach etwas über einer Stunde endlich eine sieben Fahrer starke Gruppe stand, hatten wir mit Koen de Kort auch einen von uns mit dabei.
Ich sollte mich bis zum Schlussanstieg schonen, weshalb mich der Rest des Teams den ganzen Tag super aus dem Wind gehalten hat. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel gab es dann nochmal eine Richtungsänderung und aus dem Gegenwind wurde auf einmal eine ziemlich heftige Rückenkante, die Sky, Garmin und Leopard nutzten, um das Feld zu sprengen.
Auch wir wurden davon überrascht und mussten von relativ weit hinten irgendwie nach vorne kommen. Zum Glück waren wir gerade alle beieinander. Das Team bracht mich dann quasi in letzter Sekunde nach vorn und ich fand mich in der rund 30 Fahrer starken ersten Gruppe wieder. Ohne meine Teamkollegen wäre das mit Sicherheit nichts geworden, danke nochmal dafür!
Wir fuhren dann mit zwei Minuten Vorsprung in den Berg und Robert Gesink sprengte ungefähr drei Kilometer vor dem Ziel mit seiner Attacke die Gruppe. Ich wurde am Ende 13., was jetzt auch meine Position in der Gesamtwertung ist. Das ist nicht schlecht, zumal keine unbekannten Fahrer vor mir sind. Ich muss aber zugeben, dass ich schon gern unter die ersten Zehn gefahren wäre. Aber mehr als Vollgas geben kann ich halt nicht.
Morgen kommt noch ein ziemlich bergiges Zeitfahren - mal sehen, ob sich da dann noch was in der Gesamtwertung ändert.
Morgen und übermorgen werden Roger und Martin berichten. Deshalb verabschiede ich mich schon mal von Euch.
Grüße aus der Wüste und bis zum nächsten Mal
Simon