69. Paris-Nizza: Klöden jetzt Gesamtzweiter

Tony Martin nach Gala-Vorstellung im Gelben Trikot

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Tony Martin (HTC-Highroad) trägt bei Paris-Nizza das Gelbe Trikot. Foto: ROTH

11.03.2011  |  (rsn) – Der Topfavorit ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Mit seinem überlegenen Sieg im Zeitfahren von Paris-Nizza hat Tony Martin (HTC-Highroad) das Gelbe Trikot der Fernfahrt übernommen. Der 25 Jahre alte Eschborner lieferte auf den 27 Kilometern von Rognes nach Aix-en-Provence eine Galavorstellung ab. Martin verwies in der Zeit von 33:24 Minuten den Briten Bradley Wiggins (Sky) mit 20 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Australier Ritchie Porte (Saxo Bank-SunGard/+0:29).

Für Andreas Klöden (RadioShack) reichte es nach seinem Sieg auf der 5. Etappe diesmal zu Rang vier (+0:46). Mit Platz fünf überraschte der Franzose Jean-Christophe Peraud (Ag2R/+0:55). Sechster wurde der Niederländer Lieuwe Westra (Vacansoleil-DCM/+0:57) vor dem US-Amerikaner Andrew Talansky (Garmin-Cervélo/+1:05). Dahinter folgten der Este Rein Taaramae (Cofidis/+1:10) sowie Talanskys Landsleute Levi Leipheimer (RadioShack/+1:10) und Tejay Van Garderen (HTC-Highroad/+1:29).

In der Gesamtwertung hat Martin vor den beiden letzten Etappen 36 Sekunden Vorsprung auf Klöden, der nach nur einem Tag sein Gelbes Trikot wieder abgeben musste. Wiggins (+0:39) verbesserte sich auf Rang drei. Vierter ist Taaramae (+1:10) vor Peraud (+1:14) und Leipheimer (+1:29).

„Der Sieg bei Paris-Nizza ist eines meiner Hauptziele in diesem Jahr“, hatte Martin vor der Etappe gesagt. „Mein Status bei der Tour de France könnte auch von diesem Ergebnis hier abhängen. Das ist ein wirklich wichtiges Rennen für meine Karriere.“ Am Samstag muss der Deutsche Zeitfahrmeister auf dem mit 215,5 Kilometern längsten Teilstück der 69. „Fahrt zur Sonne“ seine Führungsposition verteidigen.

Insgesamt fünf Bergwertungen stehen dann auf dem Programm, darunter zwei der 1. Kategorie. Allerdings sind die beiden schwersten Anstiege in der ersten Rennhälfte zu bewältigen, so dass sie sich auf den Ausgang der Etappe nicht entscheidend auswirken dürften. Zudem zeigte der neue Gesamtführende schon auf der schweren Etappe am Donnerstag eine bärenstarke Vorstellung.

 

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