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15.03.2011 | (rsn) – Nach seinem ersten Saisonerfolg steht Cadel Evans vor dem Gesamtsieg der Fernfahrt Tirreno-Adriatico. Auf der 6. Etappe über 182 Kilometer von Ussita nach Macerata verteidigte der 34 Jahre alte Australier nicht nur sein Blaues Trikot souverän, sondern konnte seine Führung im Gesamtklassement auf seine schärfsten Konkurrenten sogar noch um einige Sekunden ausbauen.
Dabei zeigte Evans beeindruckende Frühform. Der Ex-Weltmeister, im Finale wirkungsvoll unterstützt von seinen BMC-Teamkollegen Alessandro Ballan und George Hincapie, folgte im zwei Kilometer langen, bis zu 18 Prozent steilen Schlussanstieg jeder Attacke, zog in der letzten Kurve am Italienischen Meister Giovanni Visconti (Farnese Vini) vorbei und überquerte als Erster über die Ziellinie. "Das ganze Team war fantastisch und Alessandro und George fuhren außerordentlich stark heute", betonte der Tagessieger im Ziel. "Ich danke ihnen, dass sie mich in die perfekte Position gebracht haben. Ich musste das Ganze nur auf dem letzten Kilometer beenden."
Für Evans war es der erste Sieg seit seinem Erfolg auf der 7. Etappe des Giro d'Italia 2010. "Ich bin sehr glücklich. Gestern durfte ich das Leadertrikot überstreifen, aber die heutige Etappe in diesem Jersey zu gewinnen, das freut mich unglaublich", jubelte der Australier nach dem Rennen.
Evans geht zwar nur mit neun Sekunden Vorsprung auf den Italiener Michele Scarponi (Lampre-ISD) in das abschließende, 9,3 Kilometer lange Zeitfahren am Dienstag. Knapp dahinter folgen Ivan Basso (Liquigas/+0:12), Robert Gesink (Rabobank/+0:15), Vincenzo Nibali (Liquigas/+0:21) und Damiano Cunego (Lampre/+0:24) - allesamt sind das allerdings keine Fahrer, vor denen sich der der BMC-Kapitän im Kampf gegen die Uhr fürchten muss.
Der Allrounder zeigte sich wohl auch deshalb zuversichtlich, dass es für ihn reichen könnte. "Jetzt wartet nur noch das Zeitfahren, aber das ist eher ein Vorteil, kein Nachteil", so Evans, der vor dem Start der Fernfahrt noch tief gestapelt und mitgeteilt hatte, er habe keine „allzu hohen Erwartungen.“
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