CCC Polsat beim rheinischen Klassiker am Start

Platzt in Köln bei Schulze der Knoten?

Foto zu dem Text "Platzt in Köln bei Schulze der Knoten?"
André Schulze (hier noch im Whirlpool-Trikot) startet bei Rund um Köln. Foto: ROTH

22.04.2011  |  (rsn/wowo) - Der polnische Zweitdivisionär CCC Polsat hat in dieser Saison noch nicht überzeugen können. In Polen sind die Schützlinge von Manager Piotr Wadecki zwar ungeschlagen, aber auf der internationalen Bühne haben sie die Fans enttäuscht. Obwohl der Teamkader aus solchen Hochkarätern wie Marek Rutkiewicz oder Jacek Morajko besteht, die zu den besten polnischen Rennfahrern zählen, scheint CCC Polsat den eigenen Erwartungen nicht gewachsen zu sein.

Vor der Saison legte Wadecki eindeutig die Marschroute fest. Die Mannschaft sollte sich nicht nur in polnischen Rennen, sondern auch im Ausland behaupten. Deswegen verpflichtete man u.a. Błażej Janiaczyk, Mariusz Witecki oder den Portugiesen Jose Mendes. Der 26-Jährige, dem vor ein paar Monaten kaum jemand etwas zutraute, ist der einzige Lichtblick im Team. Mit guter Leistung bei der Algarve- und Katalonien-Rundfahrt konnte er auch seinen größten Kritikern einen Maulkorb verpassen.

Dasselbe kann man allerdings über den Rest des Teams nicht sagen. Nur Łukasz Bodnar war bei den zwei Eröffnungsrennen in Dzierżoniów und Sobótka in der Lage, konstante Leistung abzuliefern und die gute Vorjahresform zu bestätigen. Im Ausland versagte Bodnar jedoch auf der ganzen Linie, ebenso wie seine polnischen Mannschaftskollegen.

Nur einen tritt vom Sieg entfernt war der deutsche Sprinter André Schulze, der bei der Tour de Langkawi in Malaysia knapp gegen Robert Förster (UnitedHealthcare) verlor. Bei dem belgischen Eintagesrennen Handzame Classic landete er auf Rang vier. Schulze wird am Ostermontag bei Rund um Köln ins Rennen gehen. Wenn es zum Massensport kommen sollte, dann muss man ihn auf der Rechnung haben.

Außer ihm werden auch Bodnar, Janiaczyk, Paweł Charucki, Tomasz Kiendyś, Bartłomiej Matysiak und Tomasz Smoleń am Start stehen. Für Schulze könnte auch Sylwester Janiszewski in die Bresche springen. Der junge Pole belegte letztens bei der Ronde van Drenthe den 19. Platz. Er ist zwar nicht endschnell, aber immer für einen Ausreißversuch gut.

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