Titelverteidiger behält trotz Rückstand die Ruhe

Greift Contador erst in den Alpen an?

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Alberto Contador (Saxo Bank-SunGard) | Foto: ROTH

12.07.2011  |  (rsn) – Alberto Contador (Saxo Bank-SunGard) behält trotz einer misslungenen ersten Tourwoche die Ruhe. Sorgen bereitet dem Titelverteidiger vor den ab Donnerstag auf dem Programm stehenden Bergetappen weniger sein Rückstand im Gesamtklassement als vielmehr sein Knie, das ihn nach eigenen Angaben seit einem Sturz auf der 9. Etappe schmerzt.

"Es ist ein anstrengendes Rennen, und zwar nicht nur wegen der Bergetappen", erklärte Contador am ersten Ruhetag. Bereits die heutige 10. Etappe bezeichnete er als „ersten Test", bei dem sich herausstellen werde, ob seine Knieverletzung ihn behindere. „Die kommende Woche wird hart werden”, so der Spanier, der immerhin schon 1:41 Minuten Rückstand auf den Australier Cadel Evans (BMC) aufweist, den bestplatzierten der Tour-Favoriten.

„Evans ist augescheinlich in guter Form, aber die Berge zu Beginn der Tour lagen ihm mehr als den anderen Favoriten“, sagte der dreifache Toursieger weiter. „Normalerweise hat er immer einen schlechten Tag und verliert viel Zeit, aber dieses Jahr scheint alles gut bei ihm zu laufen.“ Auch weil Evans ein guter Zeitfahrer ist, schätzt ihn Contador als gefährlichen Rivalen ein.

„Die Schleck-Brüder werden ihn attackieren müssen. Basso und Klöden sind auch stark und werden ihn angreifen. Und auch ich werde attackieren müssen, aber nicht unbedingt in den Pyrenäeen. Ich werde mir den passenden Moment raussuchen. Es hängt davon ab, wie es meinem Knie geht und wie meine Form ist“, sagte der 28-jährige Madrilene.

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