Niermanns Tour-Tagebuch / 11. Etappe

Regenallergie, gibt es so was?

Von Grischa Niermann

Foto zu dem Text "Regenallergie, gibt es so was?"
Grischa Niermann (Rabobank) vor dem Start der 11. Tour-Etappe Foto: ROTH

13.07.2011  |  (rsn) - Während sich mein Teamkollege Lars Boom an Tagen wie diesem wie ein Fisch im Wasser fühlt, fühle ich mich eher wie ein Hamster, der nicht schwimmen kann. So fuhr dann auch der Fisch in der Spitzengruppe und hätte um ein Haar den Sprinterteams ein Schnippchen geschlagen.

Der Hamster dagegen versteckte sich so gut es ging im Bauch des Pelotons, fragte sich, ob es wirklich so etwas wie eine Regenallergie gibt. Vielleicht kann man dafür ja von der UCI ein Attest bekommen und muss in Zukunft nur noch bei schönem Wetter Rennen fahren.

Mit dem Attest in der Tasche hätte ich bei dieser Tour erst drei Etappen bestreiten müssen und würde morgen so fit wie ein Turnschuh in die Pyrenäenetappen starten. Es sei denn natürlich, es regnet morgen auch wieder, dann würde ich hier in Toulouse im Hotel bleiben und mich im Wellnessbereich verwöhnen lassen.

Genau das hat scheinbar gerade Bernie Eisel getan, der kam mir nämlich im Bademantel mit einem Buch in der Hand auf dem Hotelflur entgegen.

In der Hoffnung auf ein wenig Sonnenschein.

Ciao
Grischa


Grischa Niermann (Rabobank) bestreitet seine neunte Tour de France. Auf Radsport News führt der 35 Jahre alte Hannoveraner in den kommenden drei Wochen Tagebuch vom größten Radrennen der Welt.

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