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16.03.2012 | (rsn) – Francesco Chicchi (Omega Pharma-QuickStep) ist in der Form seines Lebens. Nachdem der 31-jährige Italiener am Mittwoch Nokere-Koerse gewonnen hatte, war er zwei Tage später auch beim nächsten belgischen Eintagesrennen nicht zu stoppen.
Chicchi verwies am Freitag bei der 2. Auflage des Handzame Classic (Ka. 1.1) nach 195 Kilometern von Kortemark nach Handzame in der Sprintentscheidung den Erfurter Marcel Kittel (Project 1t4i) und den Briten Adam Blythe (BMC) auf die Plätze und sicherte sich seinen bereits fünften Saisonsieg.
„Der magische Zustand, in dem ich mich befinde, hält an. Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg. Wir sind den ganzen Tag über stark gefahren“, freute sich Chicchi über seinen Sieg, den er den Opfern des Busunglücks im Kanton Wallis widmete, bei dem 22 belgische Schulkinder und sechs Erwachsene getötet wurden.
Dagegen ärgerte sich Kittel über einen nicht ganz gelungenen Sprint. „Verdammt. Zweiter. Enttäuscht. Ich musste meinen Sprint schon 350 Meter vor dem Ziel starten, um die Lücke zu einem attackierenden QuickStep-Fahrer zu schließen. Und das Tempo konnte ich nicht bis ins Ziel halten“, twitterte der it4i-Kapitän und gratulierte Chicchi: [Das war] „eine intelligente Taktik im Finale. Ihr habt mich reingelegt.“
Auf den Plätzen vier bis sechs folgten der Kanadier Guillaume Boivin (Spidertech), der Niederländer Kenny Van Hummel (Vacansoleil-DCM) und der Australier Graeme Brown (Rabobank). NetApp-Kapitän André Schulze, der bei Nokere-Koerse noch Vierter geworden war, musste sich diesmal mit Rang elf begnügen.
Nachdem eine 15 Fahrer starke Ausreißergruppe nicht mehr als eineinhalb Minuten an Vorsprung hatte herausfahren können, lösten sich rund 30 Kilometer vor dem Ziel die vier Belgier Iljo Keisse (Omega Pharma-QuickStep), Tosh van der Sande (Lotto Belisol, Peter Serry (Topsport Vlaanderen) und Niko Eeckhout (An Post) von ihren Begleitern und konnten sich bis sieben Kilometer an der Spitze halten.
Danach versuchten die Sprintermannschaften, ihre Züge aufzubauen, bevor einen Kilometer vor dem Ziel Chicchis Teamkollege Michal Kwiatkowski eine Attacke setzte. Auf den letzten 400 Metern war der junge Pole zwar wieder gestellt, doch im Massensprint setzte sich sein Kapitän vor Kittel durch und sicherte seinem Team den 18. Saisonsieg.
„Das war heute ein gutes Teamwork”, bilanzierte Chcchis Sportlicher Leiter Tom Steels zufrieden. „Iljo war 180 Kilometer in der Ausreißergruppe dabei und dann kam der Sprintzug mit Guillaume Van Keirsbulck, Andy Fenn und Chicchi. Das ist ein tolles Team."
Nicht so gut wie am Mittwoch lief es dagegen für das deutsche Team NetApp. „Im Sprint war es chaotisch. André war eingebaut und kam nicht weg. Er ist hier letztes Jahr Vierter geworden und hat gezeigt, dass ihm dieses Rennen liegt. André war für heute top motiviert und hatte ein besseres Ergebnis erwartet als einen elften Platz“, kommentierte Sportchef Heppner das das Abschneiden des routinierten Sprinters.
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