Tour of Beijing: Zeitfahrweltmeister gewinnt 2. Etappe

Tony Martin auf bestem Weg zur Titelverteidigung

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Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) gewinnt die 2. Etappe der Tour of Beijing. | Foto: ROTH

10.10.2012  |  (rsn) – Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) ist auf dem besten Weg, auch die 2. Auflage der Tour of Beijing für sich zu entscheiden. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch die 2. Etappe über 126 Kilometer vom Vogelnest nach Men Tou Gou als Solist mit 46 Sekunden Vorsprung auf die machtlosen Verfolger. Mit seinem fünften Saisonsieg übernahm der 27-jährige Martin auch die Führung in der Gesamtwertung.

Der Zeitfahrweltmeister hatte sich in der Abfahrt vom letzten Berg des Tages rund 25 Kilometer vor dem Ziel aus einer kleinen Spitzengruppe abgesetzt und auf dem abschließenden Flachteil einen komfortablen Vorsprung auf eine siebenköpfige Verfolgergruppe heraus gefahren, aus der heraus sich der Italiener Francesco Gavazzi (Astana) den zweiten Platz vor seinem Landsmann Eros Capecchi (Liquigas-Cannondale) sicherte.

„Die letzte Abfahrt war sehr kurvig und plötzlich war hinter mir eine Lücke“, erklärte Martin. „Ich wusste, dass es nur noch 20 Kilometer bis ins Ziel waren und da habe ich beschlossen, es zu versuchen und meine Chance wahrzunehmen.“

Die morgige Königsetappe mit der Bergankunft an der Großen Mauer nimmt Martin mit 50 Sekunden Vorsprung auf Gavazzi und 52 Sekunden auf Capecchi in Angriff.„Es ist gut, dass ich jetzt einen Vorsprung von fast einer Minute habe, denn morgen die Bergankunft wird schwer werden“, blickte der Träger des Roten Trikots schon voraus.

Nach nervösem Beginn formierte sich nach gut 30 Kilometern eine erste Ausreißergruppe, bestehend aus dem Schweizer Mathias Frank (BMC), den Spaniern Juan Manuel Garate (Rabobank) und Ivan Gutierrez (Movistar), dem Australier David Tanner (Saxo Bank-Tinkoff Bank) und dem Russen Maxim Belkov (Katusha). Trotz eines Maximalvorsprungs von mehr als dreieinhalb Minuten wurden die Ausreißer am ersten Berg des Tages, einem Anstieg der 1. Kategorie, gestellt. Hier löste sich auch eine gut 30-köpfige Gruppe mit allen Favoriten vom Feld.

Martin, der sich in hervorragender Verfassung zeigte, initiierte am letzten Berg des Tages eine neue Spitzengruppe, in der neben ihm der Niederländer Tom Jelte Slagter (Rabobank), der Italiener Rinaldo Nocentini (Ag2R) sowie die beiden Polen Tomasz Marczynski (Vacansoleil-DCM) und Rafal Majka (Saxo Bank-Tinkoff Bank) dabei waren.

In der Abfahrt setzte der Vorjahressieger die letztlich entscheidende Attacke, zog seinen Konkurrenten auf und davon und baute als erstklassiger Rouleur seinen Vorsprung auf die schließlich siebenköpfige Verfolgergruppe beständig aus. Schon weit vor dem Ziel konnte Martin strahlend Handküsse in die Kamera werfen und seinen Coup feiern.

„Wenn ein Fahrer allein vorne ist, schauen sich die Verfolger manchmal gegenseitig an, anstatt zusammenzuarbeiten“, so Martin. „Sie wissen nicht, ob sie die Jagd beginnen oder Kräfte für später sparen sollen. Ich bin in wirklich guter Form und konnte Vollgas geben.“

Hinter Gavazzi und Capecchi kam Nocentini auf Platz vier ins Ziel, gefolgt von Marczynski, dem Iren Daniel Martin (Garmin-Sharp), Slagter und Majka. Weitere vier Sekunden dahinter folgte die nächste Verfolgergruppe mit weiteren Favoriten wie dem Spanier Samuel Sanchez (Euskaltel), dem Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky), dem Australier Simon Clarke (Orica-GreenEdge) oder dem Kanadier Ryder Hesjedal (Garmin-Sharp). Nach starkem Auftritt konnte sich auch Frank in dieser Gruppe halten und die Etappe auf Platz 21 beenden. Das Hauptfeld hatte fast drei Minuten Rückstand auf Martin.

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