Sky-Chef enttäuscht über Barry

Brailsford: "Radsport hatte moralischen Kompass verloren"

Foto zu dem Text "Brailsford:
Sky-Chef Dave Brailsford bei der Tour de France 2012 | Foto: ROTH

11.10.2012  |  (rsn) - Dave Brailsford, Chef des britischen Sky-Teams, hat sich enttäuscht darüber geäußert, dass Michael Barry, der von 2010 an für den britischen Rennstall fuhr, ihn über seine Vergangenheit angelogen hat. Der 36 Jahre alte Kanadier hatte wie andere ehemalige Teamkollegen von Lance Armstrong zugegeben, in seiner Laufbahn gedopt zu haben. Barry, der zum Saisonende seine Karriere beendet hat, fuhr von 2002 bis Ende 2006 für US Postal und Discovery Channel und gestand Doping bis zum Jahr 2006.

Brailsford gab an, dass Barry in seiner Zeit bei Team Sky keinerlei Anlass zu Misstrauen gegeben habe. „Es gab nie irgendwelche Fragen in Bezug auf seine Leistungen, sein Training, sein Verhalten im Team - es gab nie irgendwelche Probleme in dieser Hinsicht. Aber letztlich hat er gelogen“, so der Waliser gegenüber BBC Five Live.

Brailsford gab auch an, dass ihn der Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA über das systematische Doping im US Postal-Team „fassungslos“ gemacht habe. Der Report sei „schockierend.“ Man könne mit verfolgen, wie der Radsport immer extremer wurde und „seinen moralischen Kompass“ verloren habe.

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