Sturz in der Abfahrt der 3. Giro-Etappe

Scarponi: „Ich fuhr zu schnell in die Kurve"

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Michele Scarponi (Lampre-Merida) | Foto: ROTH

06.05.2013  |  Marina di Ascea (rsn) - Dem Glücksgefühl nach dem guten Mannschafts-Zeitfahren (Platz 6) auf Ischia folgte bei Lampre-Merida der Katzenjammer. Ausgerechnet Kapitän Michele Scarponi stürzte im Finale der 3. Etappe des Giro d'Italia in der langen Abfahrt vom Sella di Catona  hinab ins Ziel und verlor genau eine Minute Sekunden auf Tagessieger Luca Paolini (Katusha) und 44 Sekunden auf die Gruppe der Top-Favoriten.

Doppelt bitter für Lampre-Merida: Auch Scarponis  Edelhelfer - für manche sogar Co-Kapitän - Przemyslaw Niemiec handelte sich diesen Rückstand ein. Dadurch haben die Ambitionen des italienischen Teams im Kampf um das Rosa Trikot einen ersten Dämpfer erhalten.

„Wir sind mit viel Tempo in eine enge Kurve gegangen. Ich hatte Angst zu stürzen und bin dabei weggerutscht. Dabei ist das Rad kaputt gegangen", schilderte der Giro-Sieger von 2011 seinen Patzer.

Dumm, dass auch kein Helfer an Scarponis Seite war, als das Malheur passierte. Letztlich übernahm er die Rennmaschine von Simone Stortoni, der etwa später an der Stelle vorbei kam.

Scarponi blieb aber trotz des kleinen Rückschlags gelassen: „Mal sehen, wie viel Zeit ich morgen wieder gutmachen kann", erklärte er. In der Gesamtwertung wird der 33-jährige Italiener nun mit 1:23 Minuten Rückstand auf das Rosa Trikot auf Platz 23 geführt - zeitgleich mit Niemiec.

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