E3 Prijs: Cancellaras Aufholjagd nicht belohnt

Sagan gelingt Traumstart in die flämische Klassikerwoche

Foto zu dem Text "Sagan gelingt Traumstart in die flämische Klassikerwoche"
Das Podium des 57. E3 Prijs, v.l.: Niki Terpstra (Omega Pharma-Quick Step), Peter Sagan (Cannondale), Geraint Thomas (Sky) | Foto: Cor Vos

28.03.2014  |  (rsn) – Peter Sagan ist ein Traumstart in große flämische Klassikerwoche gelungen. Beim E3-Prijs, seinem ersten Kopfsteinpflasterrennen des Jahres, setzte sich der Slowake nach 212 Kilometern rund um Harelbeke im Sprint einer vier Fahrer starken Spitzengruppe vor dem Niederländer Niki Terpstra (Omega Pharma Quick Step) und den Briten Geraint Thomas (Sky) durch.

„Das war der bestmögliche Start in meine Klassikersaison in Belgien. Der Sieg bedeutet mir sehr viel, vor allem gegen solch starke Konkurrenz“, freute sich Sagan, der sich mit seinem dritten Saisonerfolg nicht nur für ein verpatztes Mailand-San Remo entschädigte, wo es nur zu Rang zehn reichte.

Zudem untermauerte der 24-Jährige seine Ambitionen für Gent-Wevelgem, das er am Sonntag als Titelverteidiger angeht, und die übernächsten Sonntag folgende Flandern-Rundfahrt. „Heute ist mir eine schöne Revanche für Mailand-San Remo gelungen. Dort konnte ich auch wegen des extremen Wetters nicht das Ergebnis einfahren, das ich wollte. Außerdem ist meine Form mit Blick auf die Flandern-Rundfahrt schon sehr gut“, meinte Sagan, der sich nach eigenen Worten zunächst gar nicht so gut gefühlt hatte.

„Aber je näher das Ziel kam, um so besser ging es mir“, erklärte der Vorjahreszweite, der 100 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war und die folgenden 40 Kilometer auf dem Rad seines Teamkollegen Alan Marangoni fortsetzen musste, ehe er auf seine Ersatzmaschine wechseln konnte.

Titelverteidiger Fabian Cancellara (Trek) hingegen spielte keine Rolle, nachdem er knapp 50 Kilometer vor dem Ziel kurz vor den entscheidenden Hellingen in einen Massensturz verwickelt war und viele Körner bei der Aufholjagd liegen ließ. „Das war ein sehr ungünstiger Moment für einen solchen Vorfall. Da wusste ich schon, dass es das für mich gewesen ist. Ich habe dann noch versucht, das Beste aus der Situation zu machen“, sagte der Schweizer, der 1:16 hinter Sagan Neunter wurde.

Als es in den Oude Kwaremont ging, war Cancellara zwar wieder in der Favoritengruppe, doch als Thomas gemeinsam mit Terpstra und John Degenkolb (Giant-Shimano) attackierte und kurz darauf Sagan folgte, konnte der Titelverteidiger nicht mitgehen und musste genau wie andere Hochkaräter wie Tom Boonen (Omega Pharma - Quick Step), Jurgen Roelandts (Lotto Belisol) oder Sep Vanmarcke (Belkin) die Konkurrenten ziehen lassen. „In so einem Rennen brauchst du auch Glück. Cancellara hatte es heute nicht auf seiner Seite, ich bin mir sicher, dass er ansonsten im Finale noch ganz vorne dabei gewesen wäre“, sagte Sagan dazu.

Im vorletzten Anstieg des Tages, dem Karnemelkbeek, attackierte schließlich Sagan und zog Terpstra, dessen Teamkollegen Stijn Vandenbergh, der zwischenzeitlich auch nach vorne hatte aufschließen können, und Thomas mit sich.

Dagegen musste Degenkolb genauso so wie die Fahrer der ursprünglich fünf Fahrer starken Spitzengruppe, die das Rennen über weite Strecken geprägt hatte, reißen lassen. Schnell fanden sie sich in der gut 20 Sekunden zurückliegende Verfolgergruppe wieder, in der Cancellara und sein Teamkollege Stijn Devolder um Tempo bemüht waren. „Da hat John einfach etwas die Kraft gefehlt“, erklärte Degenkolbs Sportlicher Leiter Aike Visbeek, der seinen Schützling im Ziel als Fünfzehnten notieren durfte.

Am Tiegemberg, dem letzten der 17 Hellinge gut 13 Kilometer vor dem Ziel, startete Cancellara einen letzten vergeblichen Versuch, um die Lücke doch noch zu schließen. Stattdessen zog das Spitzenquartett auf den letzten zehn Kilometern auf bis auf eine Minute davon, was auf den letzten drei Kilometern Raum für taktische Spielereien gab. Terpstra und Vandenbergh, die zuvor nur wenig Arbeit in der Spitze verrichtet hatten, gingen abwechselnd in die Offensive, doch ihre Antritte waren nicht stark genug, um Sagan und Thomas abschütteln zu können.

So setzte sich der Cannondale-Kapitän letztlich souverän im Sprint vor Terpstra durch, der vor zwei Tagen noch Dwars door Vlaanderen gewonnen hatte. „Das war für mich eine fantastische Woche, bin mit dem heuten zweiten Platz sehr zufrieden. Sagan war der Stärkste; kommentierte der Niederländer sein Resultat.

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

Weitere Radsportnachrichten

14.09.2026Nach und vor Montreal: Del Toro stapelt tief

(rsn) - “Um ehrlich zu sein, fühle ich mich nicht so gut, wie ich gehofft hatte”, gab Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) vor dem Start zum GP de Montreal (1.UWT) gegenüber Wielerflits zu

14.09.2026Roglic verpasste den Rekord und ist trotzdem zufrieden

(rsn) – Seine möglicherweise letzte Chance auf den Rekord konnte Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht nutzen. Der 36-jährige Slowene muss sich bei der Vuelta a Espana 2026 mit dem

14.09.2026Seixas selbstkritisch: “Habe einen Anfängerfehler gemacht“

(rsn) - Mit Selbstkritik sparte Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) nach den WorldTour-Rennen in Kanada nicht. Der junge Franzose, der beim Grand Prix de Québec auf dem 15. und beim Grand Prix Cycliste

14.09.2026Skjelmose sagt für die WM ab

(rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R

14.09.2026Wechsel bei SD Worx: Kerbaol kommt, Vas geht

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

14.09.2026“Gute Beine, große Ziele“: Van Aert blickt auf die WM

(rsn) – Die Übergänge waren fließend! Während Wout van Aert mit seinem Teamkollegen von Visma – Lease a Bike gerade die letzten Kilometer der Vuelta a Espana abspulten, wurde beim GP Montreal

14.09.2026Evenepoel: In Québec top, in Montréal kein Flop

(rsn) – Eine Generalprobe soll schiefgehen, dann läuft bei der Premiere alles gut, heißt es im Theater. Für Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) würde dann alles nach Plan verlaufe

14.09.2026Highlight-Video des GP de Montréal

(rsn) – Mit einer cleveren Vorstellung hat Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) im Finale des GP de Montréal Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) überrascht und sich souverän seinen ersten Si

14.09.2026Movistar kehrt mit Vuelta-Sieg ins Rampenlicht zurück

(rsn) - Der Gesamtsieg von Enric Mas bei der Vuelta a Espana ist einerseits für ihn selbst ein später, kaum noch für möglich gehaltener Coup. Doch auch für seine traditionsreiche Mannschaft hat d

13.09.2026Del Toro setzt beim GP de Montréal die UAE-Serie fort

(rsn) - Zum fünften Mal in Serie hat UAE – Emirates – XRG den GP de Montréal (1.UWT) gewonnen. Nach Tadej Pogacar (2022, 2024), Adam Yates (2023) und Brandon McNulty im Vorjahr feierte nun Isaac

13.09.2026Johannessen: “Ich habe schon so lange an diese Tür geklopft“

(rsn) – Zum Abschluss der Vuelta a Espana 2026 gab es eine Premiere. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) holte sich auf der 21. Etappe seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour vor Alessa

13.09.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana

(rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour of Taihu Lake (2.1, CHN)