19. Tour-Etappe: Maubourguet - Bergerac, 208,5 km, flach

Wie groß ist der Hunger der Sprinter-Teams?

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Das Profil der 19. Etappe der Tour de France | Foto: A.S.O.

25.07.2014  |  (rsn) - Zwischen die Pyrenäen und das große Einzelzeitfahren, das über den Tour-Sieg entscheiden wird, hat sich eine typische Überführungsetappe geschlichen. Wir bewegen uns in Richtung Norden und könnten in Bergerac sowohl einen Massensprint als auch die Triumphfahrt eines Ausreißers erleben - je nachdem, wie viele Teams im Hauptfeld noch Interesse an einem Sprint haben.

TagesTour - die Strecke:

Von den Pyrenäen nach Paris ist es weit, und deshalb bewegen wir uns vor dem obligatorischen Schlusstag-Transfer zur Hauptstadt schon mal zumindest in deren Richtung. 200 Kilometer nach Norden geht es heute vom Startort nahe Pau aus. Am Anfang und gegen Ende der Etappe ist es leicht wellig, besonders schwer wird das Profil heute aber nie.

Etwa zu Rennhalbzeit wartet in Lavardac die Verpflegungskontrolle und bei Kilometer 130,5 steht in Tonneins direkt an der Garonne der Zwischensprint an. Die größte Schwierigkeit ist die Côte de Monbazillac (4. Kat., 1,3 km, 7,6 %), die 13 Kilometer vor dem Ziel überquert wird. Die Abfahrt zieht sich etwas länger, doch die letzten rund acht Kilometer führen so gut wie topfeben der sieben Meter breiten Zielgeraden entgegen.

Doch Vorsicht: Auf dem letzten Kilometer warten an der Dordogne noch zwei 90-Grad-Links-Kurven, bevor auf der Allée Lucien Videau um den Tagessieg gespurtet werden darf.

ReTour - Tour-Historie:

Maubourguet ist erstmals Tour-Etappenort und Bergerac hatte auch erst drei Mal Besuch von der Frankreich-Rundfahrt - unter anderem 1994, als zunächst das lange Zeitfahren hier endete und am nächsten Tag eine Etappe in Richtung Cahors startete, auf der Jacky Durand, der französische Ausreißerheld der 1990er Jahre, früh attackierte und letztlich als Solist zum ersten Tour-Etappensieg seiner Karriere kam.

Tour-Tipp - RSN-Prognose:

In der ersten Tour-Woche wäre das Szenario bei dieser Streckenführung wohl klar: Eine kleine Ausreißergruppe zieht davon, fährt sich einen Vorsprung heraus und wird auf den letzten 15 Kilometern vom Hauptfeld gestellt, so dass es zu einem Massensprint kommt.

Doch am Ende der Tour haben sich die Reihen der Sprinter gelichtet und man muss sehen, wie viele Teams sich überhaupt noch an der Jagd beteiligen wollen. Die kleine Bergwertung 13 Kilometer vor dem Ziel sollte normalerweise kein besonderes Problem für Marcel Kittel, André Greipel und Alexander Kristoff darstellen, so dass bei einer Ankunft des geschlossenen Feldes sie die Favoriten auf den Tagessieg wären.

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