Juniorinnen-Zeitfahren: Drei Australierinnen in Top 4

Stewart erobert Regenbogentrikot: „Es muss das Wasser sein“

Von Felix Mattis aus Ponferrada

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Macey Stewart gewann im WM-Einzelzeitfahren der Juniorinnen die Goldmedaille. | Foto: Cor Vos

22.09.2014  |  (rsn) - Macey Stewart ist die neue Zeitfahr-Weltmeisterin der Juniorinnen. Die Australierin gewann im verregneten Ponferrada den 13,9 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr der Nachwuchsfahrerinnen in 20:08 Minuten mit zehn Sekunden Vorsprung auf Pernilie Mathiesen. Die Dänin durchbrach auf Rang zwei als einzige die Phalanx der drei australischen Starterinnen, da Anna-Leeza Hull und Alexandra Manly mit 13,31 beziehungsweise 13,81 Sekunden Rückstand die Plätze drei und vier belegten. 

„Es muss das Wasser sein“, scherzte die frisch gebackene Weltmeisterin, als radsport-news.com sie im Zwiegespräch bat, doch einmal zu erklären, was in Australien so viel besser läuft, als anderswo. „Nein, ich weiß nicht. Wir trainieren einfach sehr hart und haben sehr gute Trainer und Betreuer vom Verband, mit denen wir ständig in Kontakt sind. Das macht es für die Junioren deutlich einfacher, zu den Profis aufzuschließen.“ 

Dass die 18-Jährige, die im August auch das Omnium der Bahn-WM bei den Juniorinnen gewann, im Einzelzeitfahren von Ponferrada derart glänzen würde, hatte sie aber auch selbst nicht erwartet – und offenbar auch wenige andere, wenn man sieht, dass sie mit Startnummer 25 sehr früh ins Rennen gegangen war. 

„Ich habe mich in den letzten Tagen gut gefühlt und mich auf das Rennen gefreut. Aber der Titel war absolut nicht in Sichtweite und ich bin absolut überwältigt und kann es nicht glauben“, sagte Stewart deshalb auch. „Als ich den Kurs gesehen habe und wie flach er am Anfang ist, wusste ich aber auch schon, dass er mir liegen würde.“ 

Die Australierin wird trotz des Straßen-Titels in den kommenden zwei Jahren zunächst weiter auf der Bahn fahren, um sich dort für die Olympischen Spiele in Rio zu empfehlen. Längerfristig sieht sie ihre Zukunft aber auch auf dem Asphalt. „Dort dann auch zu den Spielen zu können, das wäre sehr cool“, sagte sie. 

Dass ihr das Leben als Straßen-Profi gefallen würde, da ist sich die 18-Jährige sicher. Vor den Weltmeisterschaften verbrachte sie eine Woche mit der Nationalmannschaft bei der Belgien-Rundfahrt der Profi-Frauen, wo sie Seite an Seite mit ihrem Vorbild Tiffany Cromwell fuhr, die via Twitter zu Stewarts ersten Gratulanten gehörte. 

„Ich habe die letzte Woche mit Tiff bei der Belgien-Rundfahrt verbracht, und sie hat mir einen sehr guten Einblick ermöglicht, wie das Profileben ist“, so Stewart. „Das hat mich definitiv noch zehn Mal mehr motiviert. Wir kommen sehr gut miteinander klar und hoffentlich kann ich irgendwann mit ihr in einem Team fahren.“ 

Für den Bund Deutscher Radfahrer endete das Zeitfahren mit Lisa Klein und Franziska Banzer auf den Plätzen zwölf und 23 – siehe eigener Text.

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