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12.10.2014 | (rsn) – Für Michal Kwiatkowski ist die Saison 2014 zu Ende. Bevor der Straßenweltmeister in die verdiente Renn- und Trainingspause ging, zeigte er sich seinen Fans am vergangenen Sonntag im Regenbogentrikot noch bei der Lombardei-Rundfahrt. Wegen Krämpfen konnte der Pole beim letzten großen Klassiker des Jahres allerdings nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen.
„Selbstverständlich bin ich enttäuscht, weil ich mir das Rennen anders vorgestellt habe. Nur wegen des Regenbogentrikots, dem ich die Ehre erweisen wollte, rollte ich ins Ziel“, erklärte Kwiatkowski im Ziel in Bergamo.
Doch mit Blick auf die gesamte Saison 2014 fiel sein Fazit natürlich ganz anders aus. „Ich freue mich, dass ich diese Saison als Weltmeister beenden kann. Jetzt brauche ich ein wenig Erholung, aber ich denke schon an das neue Jahr mit meinem Team und an die neuen Herausforderungen“, sagte Kwiatkowski, der sich in der letzten Woche mit der neuen polnischen Premierministerin Ewa Kopacz traf.
Kopacz lud außerdem Waclaw Skarul, den Präsidenten des Nationalen Radsportverbandes, Nationaltrainer Piotr Wadecki sowie Andrzej Piatek, den Sportlichen Leiter der Nationalmannschaft, ein. Am Samstag stand der neue Weltmeister dann in der Altstadt von Thorn/Torun, wo seine Karriere begann, den zahlreichen erschienen Fans Rede und Antwort.
In diesem Jahr absolvierte Kwiatkowski an 72 Tagen fast 12.000 Rennkilometer. Drei Wochen lang war der 24-Jährige bei der Frankreich-Rundfahrt unterwegs, wo er seinen elften Gesamtplatz aus dem Vorjahr verbessern wollte, doch nach einem erfolgreichen, aber anstrengenden Frühjahr war er nicht die Form dafür.
Kwiatkowski gewann im Februar die Algarve-Rundfahrt, im März den italienischen Klassiker Strade Bianche und Ende April den Prolog der Tour de Romandie. Bei Ardennenklassikern gehörte er zu den Protagonisten, beim Flèche Wallone und Lüttich-Bastogne-Lüttich landete er als Dritter jeweils auf dem Treppchen, das Amstel Gold Race beendete er auf Rang fünf. Nach dem verkorksten Auftritt in Frankreich baute Kwiatkowski seine Form wieder behutsam auf und konnte bei der Tour de Britain mit einem Etappensieg und Platz zwei in der Gesamtwertung überzeugen.
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