Westmattelmanns Portugal-Tagebuch

Froh, dass dieser Tag vorbei ist

Von Daniel Westmattelmann

Foto zu dem Text "Froh, dass dieser Tag vorbei ist"
Daniel Westmattelmann (Kuota-Lotto) | Foto: Cor Vos

07.08.2015  |  (rsn) - Wie erwartet, wurde es heute kein leichter Tag, da die Königsetappe über 172 Kilometer anstand. Nach dem Ruhetag ging es gut gelaunt in den Startort, wo wir noch Zeit für einen Espresso hatten. Kurz vor Rennbeginn fuhr noch ein LKW in unseren Leihwagen, den wir vor Ort für bekommen hatten, während eines unserer Teamfahrzeuge zur Reparatur war. Somit waren zwei unserer Betreuer erstmal mit dem Schaden beschäftigt.

Bei Temperaturen von knapp 40 Grad wurde vom Start weg viel attackiert, so dass vom gestrigen Ruhetag schnell nichts mehr in den Beinen zu spüren war. Die Gruppe des Tages bildete sich erst nach über 50 Kilometern. Da diese an der kurzen Leine gehalten wurde, war Tobi (Tobias Knaup, d. Red.) so mutig und ist am vorletzten Berg allein nach vorne gefahren. Er hatte sich erhofft, auf diese Weise etwas Vorsprung in den 20 Kilometer langen Schlussanstieg mitnehmen zu können, aber es waren dann leider nur wenige Sekunden.

Ich konnte den ganzen Tag über gut im Hauptfeld mitfahren und musste erst zwei Kilometer vor Beginn des Schlussanstiegs wegen eines Hinterraddefekts abreißen lassen. Daher konnte ich zunächst mein eigenes Tempoanschlagen, bis ich eine Gruppe aufgefahren habe, die nur aus Belgiern und Holländern bestand.

Gemeinsam mit meinen Leidensgenossen wuchteten wir uns den Berg hinauf. Und zum Glück gab es zwischendurch Eiswürfel, die man sich unter das Trikot stecken konnte. Die haben wenigstens für etwas Abkühlung gesorgt, auch wenn sie schon nach kürzester Zeit in der sengenden Hitze geschmolzen waren.
Die Stimmung am Berg war wieder sehr gut und hilft gerade bei solchen Etappen ungemein.Fred Dombrowski ist heute wieder ein sehr starkes Rennen gefahren und war drittbester Nicht-Iberer!

Im Ziel bot sich uns ein sehr schöner und weiter Ausblick. Dass wir sehr hoch unterwegs waren, konnte man auch an den Skiliften und Pistenplänen erkennen.

Auf der Rückfahrt hat sich unser Sportlicher Leiter Detlef leider schwer am Arm verletzt. Wir wünschen ihm alle gute Besserung und sind froh, dass dieser Tag jetzt vorbei ist.

Morgen kann es nur besser werden!
Euer Daniel

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