Juul-Jensen 25. Dänemark-Rundfahrt

Morkov vor Breschel - Tinkoff-Saxo spielt mit der Konkurrenz

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Christopher Juul-Jensen (Tinkoff Saxo) | Foto: Cor Vos

08.08.2015  |  (rsn) – Das mittlerweile unter russischer Flagge fahrende Tinkoff-Saxo-Team hat auf der abschließenden 6. Etappe der 25. Dänemark alles unter Kontrolle und konnte nicht nur den Gesamtsieg, sondern auch den letzten Tageserfolg unter Dach und Fach bringen konnte.

Auf den 155 Kilometern von Hillerød nach Frederiksberg verteidigte der Däne Christopher Juul-Jensen souverän sein Gelbes Trikot und konnte erstmals in seiner Karriere seine Heimatrundfahrt gewinnen, nachdem er im vergangenen Jahr Fünfter geworden war. Platz zwei ging mit 45 Sekunden Rückstand an seinen Landsmann Lars Bak (Lotto Soudal), der nach einem Defekt im gestrigen Einzelzeitfahren seine Spitzenposition im Gesamtklassement auf unglückliche Art verlor.

Dritter wurde der Italiener Marco Marcato (Wanty-Groupe Gobert/+0:49). Der Österreicher Patrick Konrad (Bora-Argon 18/+1:04) behauptete seinen fünften Platz und konnte sein bisher bestes Rundfahrt-Ergebnis im Trikot des deutschen Zweitdivisionärs verbuchen.

Erfolgreichstes Team war allerdings Tinkoff-Saxo, das auch die finale Etappe dominierte. In der Sprintankunft im Kopenhagener Stadtteil Frederiksberg setzte sich der Däne Michael Morkov vor seinem Teamkollegen Matti Breschel – zuvor zweimaliger Tagessieger – durch und konnte damit seinem Rennstall den insgesamt dritten Etappensieg bescheren.

Dabei ließ der Australier Jay McCarthy (Tinkoff Saxo) an vierter Stelle fahrend bewusst eine Lücke zu seinen vor ihm fahrenden Teamkollegen, die so einen kleinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz hatten und diesen in einen Doppelerfolg umwandelten. „Team Tinkoff-Saxo hat uns ganz schön ausgetrickst", twitterte Andreas Stauff (MTN Qhubeka) nach dem Rennen und bekam von McCarthy prompt die mit einem Smiley versehene Antwort. „Sorry, ich hatte Krämpfe." Und auch Saxo-Tinkoff-Manager Stefano Feltrin schaltete sich in die Konversation ein und sagte in Richtung seines Schützlings. „Du solltest das nächste Mal mehr trinken."

Auf den letzten Kilometern der Jubiläumsausgabe der Tour of Denmark hatten die Ausreißer keine Chance. Nachdem sich eine vierköpfige Gruppe um Björn Thurau (Bora Argon 18) nach einer schnellen Startphase hatte absetzen können, sorgten im Feld Bardiani, MTN-Qhubeka und Tinkoff-Saxo für Tempo. Trotz der geballten Sprintermacht dauerte es bis zur letzten von zehn Zielrunden durch Kopenhagen, ehe die Ausreißer vier Kilometer vor dem Ziel wieder eingefangen wurden.

Im Finale gingen bei einem Massensturz etwa zehn Fahrer zu Boden, darunter auch Boasson Hagens Anfahrer Gerald Ciolek, der zwar das Rennen fortsetzen, sich aber nicht mehr an der Sprintvorbereitung für seinen Kapitän beteiligen konnte.

Auf den letzten Kilometern versammelte sich Tinkoff-Saxo in voller Teamstärke an der Spitze des Feldes, ehe schließlich Morkov in der letzten Kurve eine kleine Lücke nutzte, um sich seinen ersten Saisonsieg vor Teamkollege Breschel zu sichern, der auf den letzten Metern herausgenommen hatte, um seinem Teamkollegen ein Erfolgserlebnis zu gönnen. Boasson Hagen, der die 2. Etappe gewonnen hatte, musste sich mit Rang drei begnügen. Bester deutscher Fahrer war Bora-Profi Phil Bauhaus auf Rang zwölf.

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