WM: Österreicher gehen im U23-Rennen leer aus

Gogl erst auf Medaillenkurs, dann noch durchgereicht

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Michael Gogl hat im WM-Straßenrennen der Junioren eine überzeugende Vorstellung abgeliefert. | Foto: www.radsportfotos.at

26.09.2015  |  (rsn) – Mit einer leisen Enttäuschung endete für die mit großen Ambitionen gestarteten Österreicher das WM-Straßenrennen der U23. Alexander Wachter, Felix Großschartner und Gregor Mühlberger wurden auf der letzten Runde durch einen der Stürze aufgehalten und spielten deshalb im Finale keine Rolle mehr. Michael Gogl lag bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, wurde dann aber noch gestellt und bis auf Rang 51 durchgereicht. Bester der rot-weiß-roten Auswahl war schließlich der 20-jährige Wachter, der mit 16 Sekunden Rückstand auf den neuen Weltmeister Kevin Ledanois auf Rang 22 landete.

Nationaltrainer Fritz Hartl konnte zwar nicht mit den Ergebnissen seiner talentierten Schützlinge, wohl aber mit dem Auftritt der österreichischen Mannschaft zufrieden sein, die sich bis zur letzten Runde noch alle Chancen offen gehalten hatte.

„Leider setzte genau dann Regen ein und gerade an den engen Kopfsteinpflaster-Anstiegen, wie dem Libby Hill, kam es zu Tumulten. Dort war das Rennen auch für Wachter, Mühlberger und Großschartner gelaufen. Sie mussten wegen Stürzen vor ihnen vom Rad, während vorne die Post abging - deshalb hatten sie keine Chance mehr“, bedauerte Hartl.

So blieb im Finale von dem Quintett nur noch Gogl übrig. Der Oberösterreicher machte das Beste aus seiner Lage, zeigte sich am Libby Hill ganz vorne, als Ledanois und sein Landsmann, der spätere Bronzemedaillengewinner Anthony Turgis, attackierten. Dem Tempo der beiden Franzosen konnte Gogl, der seit August als Stagiaire für Tinkoff-Saxo unterwegs ist, zwar nicht folgen, doch am letzten Anstieg stellte der 21-Jährige Turgis wieder, zog an diesem vorbei und lag bis 1.200 Meter vor dem Ziel auf Silberkurs.

Letztlich musste der erschöpfte Gogl doch noch die jagenden Verfolger passieren lassen, kassierte aber von seinem Coach ein Sonderlob für seinen engagierte Vorstellung: „Michael ist ein tolles Rennen gefahren, aber die Kräfte reichten nicht ganz bis zum Schluss“, sagte Hartl und fasste zusammen: „Das erhoffte Spitzenergebnis haben wir verpasst, aber gerade in der wichtigen letzten Runde haben die Jungs gezeigt, was sie drauf haben“, so Hartl.

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