Sportdirektor Moster mit Bilanz zufrieden

Deutsches Team kehrt mit vier Medaillen aus Richmond zurück

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Leo Appelt ist Junioren-Weltmeister im Einzelzeitfahren. | Foto: Cor Vos

28.09.2015  |  (rsn) – Obwohl die Medaillen-Bilanz des Bundes Deutscher Radfahrer bei den Straßen-Weltmeisterschaften von Richmond schlechter ausgefallen ist als die des Vorjahres, zog Sportdirektor Patrick Moster ein positives Fazit der 82. Welt-Titelkämpfe, die am Sonntag mit dem Sieg des Slowaken Peter Sagan im Straßenrennen der Profis zu Ende gingen. „Der deutsche Radsport hat sich von seiner besten Seite gezeigt und eindrucksvoll untermauert, dass er zur Weltspitze gehört“, kommentierte Moster die insgesamt vier Medaillen (1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), mit denen das deutsche Aufgebot aus den USA zurückkehren wird.

Sämtliches Edelmetall wurde übrigens im Kampf gegen die Uhr eingefahren. Lisa Brennauer konnte zwar ihren Titel im Zeitfahren der Frauen nicht verteidigen, aber mit ihrer Bronzemedaille und der Goldmedaille, die sie mit Velocio-SRAM bereits im Teamzeitfahren geholt hatte, wurde die Allgäuerin erneut erfolgreichste deutsche Athletin.

Im Zeitfahren der U23 konnten sich die Deutschen über gleich zwei Medaillen freuen: Hinter Weltmeister Matz Würtz Schmidt aus Dänemark belegten der Berliner Maximilian Schachmann und Lennard Kämna aus Fischerhude die Plätze zwei und drei und bescherten dem BDR damit die ersten Medaillen in dieser Kategorie seit fünf Jahren, als Marcel Kittel in Geelong Dritter geworden war. Dagegen blieb ausgerechnet der dreimalige Weltmeister Tony Martin hinter den Erwartungen zurück und musste sich bei den Männern mit dem enttäuschenden siebten Rang begnügen.

Und im Zeitfahren der Junioren wurde Leo Appelt Nachfolger von Kämna, der 2014 in Ponferrada Gold gewonnen hatte. Der Hannoveraner konnte sich damit über seinen bereits zweiten Weltmeistertitel in diesem Jahr freuen, nachdem er im August bereits Bahn-Weltmeister in der Einerverfolgung geworden war.

Auf der Straße dagegen gingen die deutschen Starter leer aus. Für die beste Platzierung sorgte Martin Salmon bei den Junioren, der sich Rang fünf erkämpfte. Bei den U23 war Lennard Kämna als Zehnter bester Deutscher, im Frauenrennen fuhr Trixi Worrack auf Platz zwölf. Im Straßenrennen der Männer blieb John Degenkolb nur der 29. Platz, nachdem er lange Zeit aussichtsreich platziert war, dann aber im letzten Anstieg des Rennens der Konkurrenz nicht mehr folgen konnte.

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