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07.10.2015 | (rsn) – Fabio Aru ist vom Vorschlag seines Teamkollegen Vincenzo Nibali überrascht worden, bei der Tour de France die Kapitänsrolle zu übernehmen und ihm dafür beim Giro den Vortritt zu überlassen. „Wo habt ihr das gehört?“, fragte der Vuelta-Sieger bei der Pressekonferenz zur Abu Dhabi Tour die Journalisten, die ihn auf dieses Thema ansprachen.
Nibali hatte am Montag bei der Giro-Präsentation in Mailand seinen Wunsch geäußert, nach zwei Jahren, in denen die Tour seinen jeweiligen Saisonhöhepunkt bildete, wieder zur Italien-Rundfahrt zurückzukehren, die er 2013 gewonnen hatte. Bei der Frankreich-Rundfahrt könne er als Helfer für Aru antreten oder aber sogar auf einen Start verzichten, meinte der 30-Jährige.
Der Sarde, der am Wochenende in Kasachstan bei der Tour of Almaty im Einsatz war und dort Platz zwei belegte, erklärte nun aber, dass ihm die Strecke der 99. Auflage der Italien-Rundfahrt ebenfalls zusage. „Sie ist schwer, aber ich mag sie. Lasst mich erst mal die Route der Tour de France anschauen und dann mit dem Team sprechen“, so Aru, der noch nie die Frankreich-Rundfahrt gefahren ist. Nachdem er in diesem Jahr hinter Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) Zweiter beim Giro geworden war, scheint er aber seiner Heimat-Rundfahrt nach wie vor Priorität einzuräumen.
„Wir werden uns Ende November zusammensetzen, um dann zu entscheiden. Die Tour-Strecke ist ja noch nicht mal bekannt“, sagte der 25-Jährige, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten wohl in die Helferrolle für Nibali schlüpfen wird, nachdem der Sizilianer seine großartige Spätform am Sonntag mit dem Gewinn der Lombardei-Rundfahrt unter Beweis gestellt hatte.
„Mal schauen, wie ich mich fühle, aber ich habe kein Problem damit, Vincenzo zu helfen“, sagte Aru und betonte, dass es zwischen ihm und Nibali keine Rivalität herrschen würde. „Ich habe mich gefreut, für ihn bei Tre Valli Varesine zu arbeiten und er hat das Rennen ja gewonnen. Es gibt absolut keine Probleme zwischen uns.“
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