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12.10.2015 | (rsn) – Oleg Tinkov hat in der Diskussion um angebliche Versuche von Bjarne Riis, ihm das Team wieder abzukaufen, nachgelegt und den Dänen wegen dessen Doping-Vergangenheit mit Lance Armstrong verglichen.
Am letzten Tag der Abu Dhabi Tour sprach der russische Oligarch mit cyclingnews.com über das Thema und bezweifelte, dass Riis, den er Anfang des Jahres als Team-Manager entlassen hatte, über die finanziellen Möglichkeiten verfügen würde, den Rennstall zurückzukaufen, den er im Sommer 2013 für 4,5 Millionen Euro an Tinkov abgetreten hatte. Gleichzeitig bestätigte er aber nochmals seine Bereitschaft zu einem Deal.
„Er kann mein Team kaufen, wenn er möchte; jeder kann das. Mir ist es egal, ob es Riis ist oder ein Scheich aus Abu Dhabi oder Dubai. Es wäre für mich eine rein geschäftliche Entscheidung“, erklärte Tinkov. Sollte ihm jemand mehr als die Summe bieten, die er für das Team bezahlt habe, würde er einen Verkauf in Betracht ziehen. Er glaube aber nicht, dass Riis oder auch Lars Seier Christiansen, der Vorsitzende des bisherigen Co-Sponsors Saxo Bank, die Summe würden aufbringen können: „Sie haben nicht das Geld wie einige Russen oder Araber.“
Tinkov würde im Übrigen eine Rückkehr seines ehemaligen Geschäftspartners auch wegen dessen Dopingvergangenheit skeptisch beurteilen. „Nach seinen letzten Geständnissen im Report der Dänischen Anti-Doping-Agentur ist er wie Lance Armstrong, eine persona non grata im Radsport. Natürlich kann ich ihn nicht stoppen, wenn er zurückkommen will. Es ist sein gutes Recht. Aber ich denke, es wäre nicht gut für den Radsport“, so Tinkov, der Riis attestierte, von einem Comeback „regelrecht besessen“ zu sein.
Vergangene Woche hatte das dänische Ekstra Bladet unter anderem darüber berichtet, dass Riis diverse Fahrer aus dem Tinkoff-Saxo-Team versucht habe davon zu überzeugen, keine neuen Verträge zu unterschreiben, ehe nicht ein möglicher Eigentümer-Wechsel stattgefunden habe. Tinkov wiederum hat seinen Fahrern in diesem Herbst ausschließlich Verträge bis Ende 2016 angeboten, weil er sich noch nicht entschieden hat, ob er sich über die kommende Saison hinaus weiter im Radsport engagieren wird.
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