Belgier nach Verletzung aber wieder im Training

Boonens Friends fahren Charity Cyclo-Cross ohne den Gastgeber

Foto zu dem Text "Boonens Friends fahren Charity Cyclo-Cross ohne den Gastgeber"
Tom Boonen wird nicht am Boonen & Friends Charity Cyclo-Cross teilnehmen können. | Foto: Cor Vos

24.11.2015  |  (rsn) – Tom Boonen (Etixx-Quick Step) wird zwar am Samstag nicht bei seinem Wohltätigkeitsrennen in Mol teilnehmen können. Der Belgier zeigte sich aber zuversichtlich, dass er sich von den schweren Kopfverletzungen, die er sich im Oktober bei einem Sturz auf der 2. Etappe der Abu Dhabi Tour zuzog, vollständig erholen und in Top-Form zu den Frühjahrsklassikern wird antreten können.

"Es läuft gut nach meinem Unfall. Als ich von Abu Dhabi nach Hause kam, war ich zwar müde und hatte Schmerzen. Aber von Tag zu Tag habe ich mich danach besser gefühlt und jetzt bewegt sich alles in die richtige Richtung“, sagte Boonen auf einer Pressekonferenz, bei der er auch ankündigte, dass rund 50 Fahrer an seinem Boonen & Friends Charity Cyclo-Cross teilnehmen werden, darunter auch die beiden Deutschen André Greipel und Marcel Kittel.

Zwar konnte der 35-Jährige vor einigen Tagen wieder mit dem Training beginnen, doch Boonen stellte auch fest: “Es ist eine komplizierte Fraktur, aber sie heilt gut, auch wenn ich sie mit keiner der anderen Frakturen vergleichen kann, die ich schon hatte.“ Der Klassikerspezialist war nach seinem Sturz kurzzeitig bewusstlos gewesen, im Krankenhaus wurde später ein Bruch des Schläfenbeins diagnostiziert, der nach ersten ärztlichen Schätzungen eine bis zu sechsmonatige Auszeit zur Folge hätte haben können.

Kurz darauf gab Teamarzt Yvan van Mol in einer Pressemitteilung eine wesentlich optimistischere Einschätzung ab und sprach davon, dass der Fahrer bei weiter gutem Heilungsverlauf in sechs Wochen mit der Saisonvorbereitung würde beginnen können. Damit lag van Mol ziemlich genau und im Dezember wird Boonen mit seinen Mannschaftskollegen ein Trainingslager im spanischen Dehia absolvieren können. Dennoch fügte er an: „Ich muss geduldig sein.“

Dabei könnte ihm auch der Terminkalender helfen, denn die für ihn so wichtigen Klassiker wie Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix stehen erst in gut fünf Monaten an. "Also habe ich noch genug Zeit, um mich vorzubereiten. Derzeit haben ja auch andere Fahrer noch nicht mit der Vorbereitung begonnen. Es wird alles in Ordnung kommen“, sagte Boonen.

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