Eschborn-Frankfurt: Titelverteidiger der Top-Favorit

Schmidt hofft für Kristoff auf den Sprint einer kleinen Gruppe

Von Christoph Adamietz aus Eschborn

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Torsten Schmidt (Katusha) - zum siebten Mal als Sportdirektor zur Tour | Foto: radsport-news.com

30.04.2016  |  (rsn) – Angeführt von Alexander Kristoff, dem Sieger von 2014, tritt das Team Katusha am Sonntag beim 55. Eschborn-Frankfurt (1.HC) an. In Sachen Taktik wollte sich der Sportliche Leiter Torsten Schmidt allerdings nicht so recht in die Karten schauen lassen.

“Alex ist für morgen sehr motiviert, gerade als ehemaliger Sieger. Wir haben die Kapitänsrolle aber etwas offen gelassen, weil er nach Paris-Roubaix eine Pause eingelegt hat“, so Schmidt zu radsport-news.com. “Alex kommt aus dem Training hierher, ist aber schon in ganz guter Verfassung. Die Verantwortung morgen lastet aber nicht zu 100 Prozent auf seinen Schultern“, meinte Schmidt, der für einen möglichen Katusha-Ausreißercoup die beiden Russen Alexej Tsatevich und Viacheslav Kuznetsov auf dem Zettel hat.

Eine Sprintchance für Kristoff wäre Schmidt aber wohl lieber. “Wir hoffen darauf, dass sich das Feld im Verlauf des Rennens ausdünnt und eine 30 Mann Gruppe mit Alex den Sieg unter sich ausmacht. Die Runden am Mammolshainer sind aber sehr schwer. Wenn er im Sprint dabei ist und noch den einen oder anderen Helfer an seiner Seite weiß, das wäre mir am liebsten“, verriet er.

Ob Kristoff Teamkollege Jacopo Guarnieri bei einer möglichen Sprintentscheidung zur Verfügung stehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Der Italiener plagte sich seit den Frühjahrsklassikern mit einer langwierigen Erkältung und ist noch nicht bei 100 Prozent. “Für ihn gilt es reinzukommen, ich bin froh, wenn er morgen durchfährt“, sagte Schmidt.

Gar nicht erst in Frankfurt dabei - obwohl fest eingeplant - ist Nils Politt. Der Kölner fährt stattdessen in England die Tour de Yorkshire. “Für Nils ist es natürlich schade, aber wir haben Yorkshire neu ins Programm genommen, die russischen Fahrer brauchen aber ein Visum für England, das ist nicht ganz so einfach zu bekommen. Aus diesem Grund haben wir viele russische Fahrer hier in Frankfurt am Start und die nicht-russischen Fahrer in England“, erklärte Schmidt, weshalb gleich sechs der acht Eschborn-Frankfurt-Starter aus Russland stammen.

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