Nach Zeitfahrtitel über die Tour nach Rio

Dumoulin kommt aus der Höhe und siegt souverän im Flachen

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Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) ist wenig überraschend niederländischer Zeitfahrmeister geworden. | Foto: Cor Vos

23.06.2016  |  (rsn) - Dass er auf dem 50 Kilometer langen Zeitfahrkurs von Middelharnis der Top-Favorit sein würde, war klar. Vielleicht auch deshalb verzichteten viele niederländische Asse auf den Start bei den Nationalen Zeitfahrmeisterschaften am Mittwoch: Bauke Mollema (Trek-Segafredo) war nicht da, Laurens Ten Dam (Giant-Alpecin) fehlte, Lars Boom (Astana), Lieuwe Westra (Astana) und natürlich die verletzten Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step) und Robert Gesink (LottoNL-Jumbo) - noch nicht einmal der viermalige Zeitfahrmeister von 2006, 2007, 2009 und 2011, Stef Clement (IAM), stand am Start. Dumoulin hatte also frei Fahrt.

Und so holte sich der 25-Jährige aus Maastricht nach 2014 zum zweiten Mal das Rot-Weiß-Blaue Meistertrikot. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,790 Stundenkilometern war Dumoulin am Ende 34 Sekunden schneller als Jos Van Emden und 1:18 Minuten als Titelverteidiger Wilco Kelderman (beide LottoNL-Jumbo). Dumoulin deklassierte seine Kontrahenten nicht, hatte aber alles unter Kontrolle und schon an der Zwischenzeit ein ordentliches Polster. "Das konnte er bis ins Ziel verteidigen", freute sich sein Sportdirektor Adriaan Helmantel.

Und Dumoulin erklärte: "Ich bin sehr glücklich mit meiner Fahrt. Das war mein bestes Zeitfahren, das ich bei den Nationalen Meisterschaften bisher gefahren bin." Die Freude war so groß, weil er gerade erst aus einem dreiwöchigen Höhentrainingslager aus der Sierra Nevada zurückgekommen ist. "Nach einer langen Zeit ohne Rennen ist man sich nie sicher, wie es laufen wird", so Dumoulin.

Der Niederländer, der in diesem Jahr zu den größten Favoriten auf Olympia-Gold im Einzelzeitfahren von Rio zählt, wird nach den Nationalen Meisterschaften die Tour de France als Vorbereitung auf Rio benutzen. Das deutete das Team bereits Ende Mai an und wurde von Helmantel nun bestätigt.

"Um holländischer Meister zu werden muss man bei der starken Konkurrenz bei 100 Prozent sein", sagte der Sportliche Leiter von Giant-Alpecin. "Heute hat er eine ordentliche Leistung gezeigt und bewiesen, dass er auf einem guten Level ist und das wird ein weiterer Ansporn auf dem Weg zur Tour und nach Rio sein."

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