Viviani gewinnt Schlussetappe des Cro Race

Dank Bonussekunden: Mohoric entreißt Vingegaard Gesamtsieg

Von Kevin Kempf

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Elia Viviani (Ineos Grenadiers) gewinnt den Schlusssprint vor Gesamtsieger Matej Mohoric (Bahrain Victorious). | Foto: Cor Vos

02.10.2022  |  (rsn) – Dank Bonussekunden im Ziel und beim Zwischensprint nach 3,5 Kilometern entriss der Tageszweite Matej Mohoric (Bahrain Victorious) Toursieger Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) auf den letzten Metern noch den Gesamtsieg des Cro Race (2.1). Die letzte Etappe von Sveta Nedelja nach Zagreb über 158 Kilometer entschied Elia Viviani (Ineos Grenadiers) im Sprint für sich. Vincenzo Albanese (Eolo – Kometa) erreichte das Ziel als Dritter, Kim Heiduk (Ineos Grenadiers) wurde als bester Deutscher Achter.

Mit acht Sekunden Rückstand war Mohoric auf die Schlussetappe der letzten europäischen Rundfahrt des Jahres gegangen. “Auf dem Papier sah es wie eine unmögliche Aufgabe aus. Wir sind beim Zwischensprint all-in gegangen und dann wusste ich, dass ich am Ende Zweiter werden musste“, sagte der Gesamtsieger im Ziel-Interview.

Ein Kopfsteinpflasteranstieg in Zagreb fünf Kilometer vor dem Ziel und ein Sturz 2,5 Kilometer später dezimierten das Feld im Finale. Auch Vingegaard musste nach dem Crash noch um den Anschluss ans Peloton kämpfen, der Däne konnte allerdings nicht mehr in den Sprint eingreifen und musste machtlos zusehen, wie Jonathan Milan seinem Teamkollegen Mohoric den Spurt anzog.

“Im Prinzip hat das Team die ganze Arbeit geleistet, ich habe nur hinten drauf gesessen und darauf geachtet, dass ich Johnnys Hinterrad nicht verliere. Er hat den Leadout gefahren und ich musste ihm nur folgen. So konnte ich Zweiter werden, obwohl ich kein Sprinter bin“, freute sich der Slowene, der auf den letzten Metern ans Hinterrad von Tagessieger Viviani sprang und hinter diesem über den Zielstrich kam.

So wurden sowohl Ineos Grenadiers als auch Bahrain Victorious für ihre Arbeit auf den letzten Kilometern belohnt. “Wir wollten den Massensprint. Wir wussten, dass Mohoric auf der letzten Runde angreifen würde, wenn er die Rundfahrt gewinnen will. Wir sind darum von vorn gefahren, um zu kontrollieren“, erklärte Viviani, der sehr zufrieden über die Darbietung seiner Kollegen war. “Das war vielleicht der beste Leadout für mich dieses Jahr. Wenn man als Sprinter so gewinnt, ist das auch wegen des Teams“, meinte der Italiener.

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