“Ich habe mich getestet, wann immer ich es wollte“

Evenepoel sieht sich nach Vuelta a San Juan voll im Plan

Von Felix Mattis

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Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) | Foto: Cor Vos

30.01.2023  |  (rsn) – Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) hat seinen Titel bei der Vuelta a San Juan (2.Pro) in Argentinien zwar nicht verteidigt und musste sich am Ende der Woche mit Gesamtrang sieben begnügen. Doch der Belgier reist trotzdem mit einem guten Gefühl aus Südamerika ab. Denn abgesehen von einem taktischen Fehler auf der Königsetappe präsentierte sich der Titelverteidiger die ganze Woche über gut, und auch auf der Schlussetappe konnte er sich noch einmal in Szene setzen.

14,5 Kilometer vor dem Rundfahrtende in San Juan attackierte Evenepoel gemeinsam mit Quinn Simmons (Trek – Segafredo) und zwang die anderen Teams der Top-Sprinter so zu harter Arbeit, während sich seine Teamkollegen im Dienst von Fabio Jakobsen schonen konnten.

"Eigentlich war mein Plan, erst fünf bis sechs Kilometer vor Schluss loszufahren, um die anderen Sprinterteams so ein bisschen schachmatt zu setzen. Aber ich habe gesehen, dass Simmons gegangen ist – und das ist immer ein guter Verbündeter", erklärte Evenepoel seinen Angriff gegenüber Sporza.

"Aufgrund des Rückenwinds lief es zunächst sehr gut und wir sind fast eine halbe Minute davon gefahren. Aber bei Gegenwind und mit vier oder fünf Teams im Rücken war es für uns am Ende schwierig, durchzuhalten. Ich war eigentlich überrascht, dass es so lange gedauert hat", meinte der Belgier, der gemeinsam mit Simmons 3,2 Kilometer vor Schluss wieder zurück im Feld war.

"Niveau hier war viel höher, als in anderen Jahren"

Doch schon vor der Schlussetappe zeigte sich Evenepoel immer wieder in Aktion. Er arbeitete in den Etappenfinals an der Spitze des Feldes hart für Jakobsen und attackierte bei der Bergankunft am Alto Colorado früh. Zwar wurde er dort von Ineos Grenadiers wieder zurückgeholt und büßte am Ende eine Minute auf Etappen- und Gesamtsieger Miguel Angel Lopez (Medellin – EPM) ein. Doch als Formtest war die Woche trotzdem ein Erfolg.

"Nicht außergewöhnlich gut, aber auch nicht schlecht", bilanzierte Evenepoel und sah sich in Sachen Formaufbau in Richtung großes Saisonziel Giro d'Italia voll auf Kurs: "Ich habe mich selbst getestet, wann immer ich das wollte und konnte mich auch zum Abschluss nochmal zeigen. Das Niveau hier war auch viel höher, als in anderen Jahren. Das habe ich an meinen Wattzahlen gemerkt. Alles läuft gut nach Plan."

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