7 deutsche Siege, aber seit Walscheid 2018 keiner

Münsterland Giro im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Max Walscheid triumphierte 2018 in Münster im Sunweb-Trikot - acht Jahre später wird er dort nun sein letztes Profirennen bestreiten. | Foto: Cor Vos

01.10.2026  |  (rsn) – Der Sparkassen Münsterland Giro (1.Pro) bildet fast schon traditionell den Abschluss der deutschen Straßensaison und wird auf jährlich wechselnden Strecken durch das Münsterland ausgetragen.

Aufgrund seines flachen Profils wird das immer am 3. Oktober stattfindende Rennen meist zu einer Angelegenheit für die Sprinter. Vor allem bei widrigen Wetterbedingungen konnten am Schloss in der Innenstadt von Münster aber auch schon kleinere Gruppen den Sieg unter sich ausmachen - oder es setzten sich sogar Solisten durch.

RSN blickt auf die vergangenen zehn Jahre zurück.

Sparkassen Münsterland Giro 2016: John Degenkolb

Bei der elften Austragung, die über 208 Kilometer von Gronau nach Münster führte, sorgte John Degenkolb (Giant – Alpecin) für den sechsten deutschen Erfolg – nach Paul Martens 2006, André Greipel 2008 und 2014 sowie Marcel Kittel 2011 und 2012. Der Oberurseler setzte sich bei strömendem Regen im Sprint vor dem Belgier Roy Jans (Wanty – Groupe Gobert) durch, der wie im Vorjahr Zweiter wurde. Das Podium komplettierte Pascal Ackermann (Rad-net – Rose). Als Siebter sprintete Phil Bauhaus (Bora – Argon 18) ins Ziel.

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Sparkassen Münsterland Giro 2017: Sam Bennett

Drei der ersten vier Plätze wurden bei der zwölften Austragung von deutschen Fahrern belegt, doch der Sieg ging an den Iren Sam Bennett. Der in Diensten des deutschen Teams Bora – hansgrohe stehende Sprinter ließ knapp Phil Bauhaus (Sunweb), André Greipel (Lotto – Soudal) und Marcel Kittel (Quick-Step Floors) hinter sich. Mit Dylan Groenewegen (LottoNL – Jumbo) und Alexander Kristoff (Katusha – Alpecin) standen weitere Topsprinter am Start. Sie mussten sich allerdings mit den Plätzen fünf und sieben begnügen.

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Sparkassen Münsterland Giro 2018: Max Walscheid

Die 13. Austragung wurde zur Angelegenheit der heimischen Topsprinter. Nach 201 Kilometern zwischen Coesfeld und Münster hatte Max Walscheid (Sunweb) das beste Ende für sich. Ihm geschlagen geben mussten sich John Degenkolb (Trek – Segafredo), Nils Politt (Katusha – Alpecin), André Greipel (Lotto Soudal) und Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe). Mit Alexander Krieger (Leopard / 7.) und Lucas Carstensen (Bike Aid / 10.) landeten zwei weitere Deutsche in den Top Ten.

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Sparkassen Münsterland Giro 2019: Alvaro Hodeg

Bei der 14. Austragung verhinderte Alvaro Hodeg (Deceuninck – Quick-Step) einen weiteren deutschen Sieg. Der Kolumbianer setzte sich nach 193 Kilometern zwischen Emsdetten und Münster im Sprint vor Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) durch. Während Tim Merlier (Corendon – Circus) das Podium komplettierte, wurde Vorjahressieger Max Walscheid (Sunweb) diesmal Fünfter. Einen Eklat gab es nach dem Rennen, als Florian Senechal Walscheid während eines Interviews einen Schlag gegen dessen Helm versetzte, weil er dem Heidelberger fälschlicherweise die Schuld für seinen Sturz gab.

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Sparkassen Münsterland Giro 2020: Absage wegen Corona-Pandemie

Sparkassen Münsterland Giro 2021: Mark Cavendish

Die 15. Austragung stand ganz im Zeichen von Mark Cavendish (Deceuninck – Quick-Step). Der Brite setzte sich nach 188 Kilometern zwischen Enschede und Münster im Sprint einer kleinen Spitzengruppe gegen den Franzosen Alexis Renard (Israel – StartUp Nation) und den Dänen Morten Hulgaard (Uno X) durch. Nur diese drei kamen bei Klassikerbedingungen zeitgleich an, weil Cavendishs Teamkollege Josef Cerny auf den letzten Metern nach getaner Arbeit auf Platz vier ausrollen ließ. Niklas Märkl (DSM) wurde als bester Deutscher mit neun Sekunden Rückstand Fünfter und dahinter kamen alle einzeln im Ziel an – Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) mit 1:21 Minuten Rückstand als Neunter, André Greipel (Israel Start-Up Nation / + 1:33) als Zehnter und Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty – Gobert / + 1:39) als Elfter.

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Sparkassen Münsterland Giro 2022: Olav Kooij

Die 16. Austragung wurde wieder im Massensprint entschieden. Nach 206 Kilometern zwischen Telgte und Münster war Olav Kooij (Jumbo – Visma) der Schnellste. Der Niederländer ließ den Belgier Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) und den Heidelberger Max Walscheid (Cofidis) hinter sich. Max Kanter (Nationalteam) belegte als zweitbester deutscher Fahrer Rang neun.

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Sparkassen Münsterland Giro 2023: Per Strand Hagenes

Die 17. Austragung war dagegen eine Angelegenheit für die Ausreißer. Der Norweger Per Strand Hagenes (Jumbo – Visma) setzte sich nach 194 Kilometern zwischen Osnabrück und Münster als Solist durch, nachdem er auf dem winkligen Rundkurs in Münster durch die Sprinter-Teams nicht mehr einzuholen war. Mit 17 Sekunden Rückstand entschied der Australier Kaden Groves (Alpecin – Deceuninck) den Sprint einer kleinen Verfolgergruppe vor dem Dänen Mads Pedersen (Lidl – Trek) für sich. Bester Deutscher war Jonas Koch (Bora – hansgrohe) auf Platz zehn.

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Sparkassen Münsterland Giro 2024: Jasper Philipsen

Bei der 18. Austragung schlug wieder einmal die Stunde der Sprinter. Der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin - Deceuninck) setzte sich nach 202 Kilometern in Münster im Sprint vor seinen Landsleuten Jordi Meeus (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Milan Fretin (Cofidis) durch. Erneut kam kein heimischer Fahrer auf das Podium. Bester Deutscher war Max Walscheid (Jayco - AlUla), der Fünfter wurde. Zwei Positionen hinter ihm landete Pascal Ackermann (Israel - Premier Tech) auf Platz sieben.

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Sparkassen Münsterland Giro 2025: Jasper Philipsen

Bei der 19. Austragung des deutschen Saisonfinales dominierten erneut die Belgier im Münsterland. Nach 192 Kilometern setzte sich Titelverteidiger Jasper Philipsen (Alpecin - Deceuninck) im Sprint vor seinem Landsmann Arnaud De Lie (Lotto) durch. Hinter dem Tschechen Pavel Bittner (Picnic - PostNL) kam mit Jordi Meeus (Red Bull - Bora - hansgrohe) ein weiterer Belgier auf Rang vier. Die deutschen Fahrer verpassten beim Heimspiel diesmal sogar die Top Ten. Auf Platz zwölf war Jonathan Rottman (Rembe - rad-net) bester der heimischen Teilnehmer, vor Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) und Max Kanter (XDS – Astana) auf 13 und 14.

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