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15.11.2025 | (rsn) – Vier Tage nach ihrem Sieg bei der Superprestige in Niel hat Lucinda Brand (Baloise – Glowi Lions) in der Crossserie erneut zugeschlagen. In Merksplas reichte ihr eine Attacke zur Rennmitte, um die Konkurrenz abzuhängen. Die wehrte sich danach aber, Aniek van Alphen (Seven) wurde mit zehn Sekunden Rückstand Zweite vor Inge van der Heijden (Crelan – Corendon), die 13 Sekunden länger brauchte als die Siegerin.
Vierte wurde Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen – Altez) vor der Französin Amandine Fouquenet (Arkea – B&B Hotels), die hinter den vier Niederländerinnen Rang fünf belegte.
Mit ihrem sechsten Saisonsieg baute die 36-jährige Brand ihre Marke auf 49 Podiumsplatzierungen in Serie aus. Die beiden Saisonrennen, die sie nicht für sich entscheiden konnte, schloss sie jeweils als Zweite ab.
“Ich bin nicht so der Statistik-Typ, aber das ist schon etwas Besonderes“, sagte Brand im Kurzinterview im Ziel nach ihrem 49. Podium in Folge. „Für manche mag das selbstverständlich sein, aber das ist es nicht. Ich freue mich sehr darüber.“
In Merksplas fuhr sie am Ende des Sandabschnitts die vorentscheidende Attacke. “Ich merkte, dass ich im Sand nicht immer die Beste war, aber dann machten die anderen einen Fehler. Ich konnte mein Tempo beibehalten und dachte: ‘Ich versuche es einfach‘. Es war der perfekte Moment. In anderen Abschnitten habe ich dann versucht, meine Stärken auszuspielen, um den Sandabschnitt erholt beginnen zu können. Das hat gut funktioniert.“
Auch die bisherige Saison von van Alphen kann sich sehen lassen. Bei vier ihrer zehn Einsätze kam sie als Zweite ins Ziel, drei Mal wurde sie Dritte. Einen Sieg konnte sie bislang noch nicht einfahren. Letzte Saison erreichte die 26-Jährige insgesamt fünf Podiumsplatzierungen, allerdings stand sie dabei nie bei einem Wertungscross auf dem Podest.
Im Gesamtklassement verteidigte van der Heijden ihre Führung vor van Alphen, die einen Zähler aufholte und nun noch einen Punkt hinter ihrer Landsfrau liegt. Brand weist hinter Fouquenet als Vierte sechs Punkte Rückstand auf. Das fünfte der acht Superprestige-Events findet am 23. Dezember in Heusden-Zolder statt.
Regen hatte den erneuerten Kurs aufgeweicht und auf dem teils matschigen Untergrund riss das Feld schnell auseinander. Brand und van Alphen schlossen kurz nach der Zielpassage eine Lücke von vier Sekunden auf ein Führungstrio, bestehend aus Bentveld, Fouquenet und van der Heijden.
Als die U23-Europameisterin und Elite-Europameisterin dann die Schlagzahl erhöhten, konnte Fouquenet nicht mehr folgen. Van Alphen hatte Probleme, blieb aber dran. Zum Ende der dritten von sechs Runden zeigte sich Brand erstmals in der ersten Position. Im Sand riss sie eine Lücke, so dass sie kurz danach den vierten Umlauf mit drei Sekunden Vorsprung auf die drei Verfolgerinnen in Angriff nehmen konnte.
Van der Heijden schien die Situation korrigieren zu können, doch kurz bevor ihr der Anschluss glückte, platzte ihr Motor und die Weltranglistenerste fuhr davon. Bei der nächsten Zielpassage betrug der Abstand 12 Sekunden. Bentveld hatte kurz zuvor ihre beiden Begleiterinnen ziehen lassen. Als van der Heijden in einer Kurve Bodenkontakt aufnahm, fiel sie auf die vierte Position zurück. Die letzte Zielpassage erreichte sie aber schon wieder als Dritte, 16 Sekunden hinter Brand und derer fünf hinter van Alphen, die keine Zeit auf die Spitzenreiterin verloren hatte.
Obwohl die Abstände zwischen Rang zwei und vier kleiner wurden, gab es in der Schlussrunde an der Spitze keine Verschiebungen mehr. Brand zog fast bis zum Zielstrich voll durch und gewann souverän vor van Alphen und van der Heijden.
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