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14.09.2026 | (rsn) – Die Übergänge waren fließend! Während Wout van Aert mit seinem Teamkollegen von Visma – Lease a Bike gerade die letzten Kilometer der Vuelta a Espana abspulten, wurde beim GP Montreal (1.UWT) in Kanada die Generalprobe für die Weltmeisterschaft abgewickelt. Auch dort will van Aert aufs Podium, das er bei der Spanien-Rundfahrt mehrmals bestiegen hatte.
Zwei Etappen konnte er für sich entscheiden, auch nach dem Finale in Granada wurde er zweimal auf die Bühne gebeten. Das Punktetrikot hatte er schon vor einigen Tagen festgemacht, dass er zum Kämpferischsten Fahrer der Vuelta gewählt wurde, stand erst am Sonntag fest. “Ich habe bei der Tour bereits die Auszeichnung für den Kämpferischsten Fahrer gewonnen. Es ist zwar nicht der wichtigste Preis – und auch nicht der, für den man zu einem Rennen antritt –, aber es ist definitiv etwas, worauf man stolz sein kann“, freute sich der 31-Jährige im Sporza-Interview.
“Das Grüne Trikot bedeutet mir jedoch sehr viel – vor allem, weil ich es vor zwei Jahren schon so gut wie sicher hatte“, fügte er an. Damals musste er die Rundfahrt allerdings nach einem Sturz in einer Abfahrt aufgeben. Bei der Tour de France konnte er das Grüne Trikot 2022 gewinnen.
Von seinen beiden Etappensiegen bedeutete ihm vor allem der erste in Loja viel. “Matthew und ich konnten unsere Stärken in der Ausreißergruppe zeigen. Das war um einiges schwerer, als die Sprintetappen zu kontrollieren“, blickte der dreifache Cross-Weltmeister bei Eurosport zurück. Mit Brennan und Bruno Armirail nahm van Aert es auf einer 166 Kilometer langen Flucht mit 38 Gegnern auf. Am Ende sprangen Platz drei für den Youngster und die Siegerblumen für den Flamen dabei heraus.
Dementsprechend zuversichtlich könnte er jetzt nach Kanada zu seinem nächsten großen Ziel blicken, wäre da nicht der Schlusstag in Granada gewesen. Auf einer Strecke, die ihm wie angegossen hätte liegen müssen, konnte van Aert keine Rolle spielen. “Das müssen wir so anerkennen“, meinte er gegenüber Sporza. “Matthew Brennan war der Aufgabe gewachsen, aber ich hatte nicht die Beine, auf die ich gehofft hatte. Das habe ich schon am ersten Anstieg gespürt. Es ist schade, denn wäre ich nur ein kleines bisschen besser in Form gewesen, hätte ich Matthew dabei unterstützen können, das Rennen zusammenzuhalten. Was meine eigenen Chancen angeht – daran war heute definitiv nicht zu denken“, resümierte er. Beim Triumph von Tobias Johannessen (Uno-X Mobility) belegte Brennan den vierten Rang.
Trotzdem blickte van Aert bei Eurosport zuversichtlich nach Montreal, wo die Welttitelkämpfe ausgetragen werden. “In zwei Wochen ist es schon so weit. Ich habe mit Sicherheit gute Beine und große Ziele. Wir müssen versuchen, uns von dieser Vuelta zu erholen und werden dann alles in Montreal geben“, sagte er mit Blick auf das Straßenrennen. Dort wird er mit seinem belgischen Teamkollegen Remco Evenepoel als einer der großen Favoriten gehandelt.
Wie van Aert selbst erhielt allerdings auch der nach seinem Sieg beim GP Quebec (1.UWT) am Sonntag beim GP Montreal einen Dämpfer. Auf der schweren lokalen Runde, die auch bei der WM gefahren wird, konnte er an der Côte Camillien-Houde den Besten nicht folgen. Als Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) antrat war Evenepoel chancenlos, als Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) später nachzog, konnte der Doppelolympiasieger ebenfalls nicht mit. Da sein Landsmann normalerweise ein besserer Bergfahrer ist als van Aert selbst, könnte das für den 27. September bereits erste Rückschlüsse zulassen.
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