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Damit verabschiede ich mich und sage danke für Euer Interesse an der Tour de France Femmes. Ab 15:30 Uhr tickern wir die 4. Etappe von Saumur nach Poitiers, wo Wiebes ihren zweiten Sieg in Folge feiern kann.
Wiebes feiert überlegen ihren 15. Saisonsieg, der Sprint wurde aber vom Sturz von Balsamo und Vollering überschattet. Das Gelbe Trikot geht wieder zurück an Marianne Vos.
Vollering fährt an der Seite zweier Teamkolleginnen ins Ziel. Der Tritt sieht jetzt etwas runder aus. WIr drücken die Daumen, dass die Niederländerin die Tour fortsetzen kann.
Das Gelbe Trikot fährt 35 Sekunden später in einer großen Gruppe über die Ziellinie. Da es heute eine 5-Kilometer-Regel gibt, sollte da zeitlich nichts passieren. Aber Vos bekommt als Zweite sechs Bonifikationssekunden und übernimmt damit auch wieder das Gelbe Trikot. Das Grüne muss sie an Wiebes abgeben.
Noemi Ruegg zieht den Sprint an, 200 Meter vor dem Ziel übernimmt Wiebes und zieht souverän durch. Vos ist am Hinterrad, aber hat keine Chance vorbeizukommen, Ally Woollaston wird Dritte.
Vollering fährt gemeinsam mit zwei Teamkolleginnen sehr langsam weiter, sieht nicht gut aus.
Vielleicht 20 Fahrerinnen kämpfen vorne noch um den Etappensieg. Auch das Gelbe Trikot ist zurückgefallen durch den Sturz
Vollering hat Schmerzen. Vorne bereitet sich der Rest des Feldes auf den Sprint vor, Wiebes und Vos sind vorne dabei.
Weit vorne stürzt Balsamo in einer Rechtskurve! Das bringt die Sprintvorbereitungen durcheinander - und es passiert noch vor der 3-Kilometer-Marke. Auch Vollering wurde da mit zu Boden gerissen.
Die Sprintzüge formieren sich, es ist aber nicht ganz ungefährlich, zahlreiche Kreisverkehre liegen noch zwischen den Fahrerinnen und dem Ziel.
Und dann ist es vorbei, Vas führt das Peloton an den drei Ausreißerinnen vorbei. Es sieht nach einem Sprint Royale aus.
Seit mehr als 130 Kilometern sind Soto und Co. vorne. Jetzt sind sie wieder zu Dritt und sie bieten einen bravourösen Kampf. Das Feld roltl aber jetzt bedrohlich nah von hinten heran.
Jetzt versucht es die Chilenin und sie reißt eine Lücke zu Jackson und Martin. 24 Sekunden dahinter folgt das Feld.
Jackson ist wohl die Stärkste in dieser Gruppe, auch Martin hat jetzt Probleme, aber es geht jetzt auch los mit dem Taktieren von Jackson und Soto. So wird es nichts mit einer erfolgreichen Flucht.
Die erste Attacke in der Spitzengruppe kommt von Martin. Mit der Einigkeit ist es also erstmal vorbei. Jackson schließt die Lücke problemlos, Latimier fällt zurück.
Noch wehren sich die vier vorne und die Ausreißerinnen arbeiten noch gut zusammen. 35 Sekunden beträgt der Abstand.
Das Feld hat die Ausreißerinnen auf einer langen Geraden jetzt schon im Blick. Ein Sonderlob aus SD-Worx-Sicht sollte an Blanka Vas gehen, die sehr viel Tempoarbeit im Peloton leistet.
An der 20-Kilometer-Marke rutcht der Vorsprung auf unter eine Minute. Auch Canyon//SRAM beteiligt sich jetzt mit der ehemaligen Zeitfahrweltmeisterin Chloe Dygert.
Die bisher schnellste Etappe der Tour de France Femmes war der Auftakt in den Niederlanden im vergangenen Jahr mit 44,013 km/h. Das könnte heute noch geknackt werden.
Kaum angesprochen, sonst ist ordentlich Zug im Feld - nur noch 1:30 Minuten Abstand. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist auf 43,7 km/h gestiegen.
Das Feld muss sich ein wenig ranhalten, bei der 30-Kilometer-Marke beträgt der Vorsprung der Ausreißerinnen immer noch zwei Minuten.
Nachtrag noch zum Zwischensprint. Wiebes holt 13 Punkte, Vos 11, Vollering 10. In der Gesamtwertung führt Vos damit mit noch zwei Punkten Vorsprung auf die weltbeste Sprinterin.
Eugenia Bujak von Cofidis stürzt bei hoher Geschwindigkeit in der Ebene. Auch ihre Teamkollegin Victoire Berteau und Gladys Verhulst-Wild (AG Insurance - Soudal) kamen zu Fall. Es geht erstmal für alle weiter, wenn auch unter Schmerzen.
Jackson gewinnt den Sprint quasi kampflos, 25 Punkte für die Kanadierin. Das Feld, nach wie vor angeführt von SD Worx und FDJ - Suez, folgt 2:45 Minuten später. Wiebes sichert sich den fünften Platz.
Noch ein Kilometer bis zum Zwischensprint für die vier Ausreißerinnen.
Kopecky hat es nach vorne geschafft und wird ihre Flaschensammlung endlich los. Derweil herrscht beim Quartett vorne weiter große Einigkeit, der Vorsprung wird trotzdem immer ein bisschen geringer. SD Worx muss sich aber ordentlich anstrengen, um aufzuholen.
Ein seltenes Bild: Eine Weltmeisterin als Wasserträgerin. Das Regenbogentrikot von Lotte Kopecky (SD Worx - ProTime) wird beansprucht, sie holt Flaschen für ihre Mannschaftskolleginnen, die weiter vorne Nachführarbeit leisten. Bei der Niederländerin läuft es bei der Tour bisher nicht nach Wunsch.
Noch 12 Kilometer bis zum Zwischensprint bei einem Vorsprung von 2:30 Minuten für die Ausreißerinnen. Dieses Zwischenziel dürften die vier Frauen an der Spitze erreichen.
2:45 Minuten beträgt der Abstand zwischen Feld und Ausreißern noch. Das Tempo nimmt zu. Die ersten gut 100 Kilometer absolvierten die Fahrerinnen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,3 km/h.
Gestern wurde Wiebes hinter Ausreißerin Mavi García (Liv - AlUla - Jayco) "nur" Zweite, weil sich das Feld in Quimper ziemlich verpokert hat. Drei Sekunden fehlten der anstürmenden Niederländer am Ende zu der 41-jährigen Etappensiegerin.
14 Saisonsiege hat Wiebes in dieser Saison bereits gesammelt, dass sie jetzt schon bis Tag drei der Tour warten muss, ist eigentlich ungewöhnlich lange. Neben Vos dürfte auch Elisa Balsamo (Lidl - Trek) in der Entscheidung ein Wörtchen mitreden wollen - auch wenn sie im Duell mit Wiebes in diesem Jahr zumeist zweite Siegerin war.
Das Grüne Trikot ist zurück im Feld, der Abstand der vier Ausreißer ist derweil auf drei Minuten gesunken.
Vos wird gerade mit einer knappen Minute Rückstand auf das Feld angezeigt, es ist dafür kein Grund ersichtlich, daher wird sich das wohl auch bald wieder neutralisieren. Vermutlich ein mechansiches Problem. Sie hat auch eine Teamkollegin an ihrer Seite auf dem Weg zurück.
Der Abstand pendelt sich aktuell bei rund 3:20 Minuten ein. Diese 3. Etappe ist die zweitlängste der Tour de France Femmes. Die 5. Etappe von Futuroscope nach Guéret ist noch einmal gut zwei Kilometer länger, nämlich 165,8.
Wird es zum Sprint in Angers kommen, dann ist Lorena Wiebes (SD Worx - ProTime) die große Favoritin auf den Tagessieg. Darum arbeitet das Team auch schon eine ganze Weile von vorne im Hauptfeld.
Ein Zwischensprint steht heute noch auf dem Programm. Der kommt in Vern-d`Anjou, 39 Kilometer vor dem Ziel. Sollte die Spitzengruppe bis dahin in Führung sein (was gut ausschaut), droht erstmal keine Gefahr für das Grüne Trikot von Marianne Vos (Visma - Lease a Bike). Im Ziel schaut das ganz anders aus.
Eine Bergwertung gab es heute schon, da konnte sich Jackson vor Martín durchsetzen. 2 Punkte für die Kanadierin, 1 für die Spanierin. Für das Gepunktete Trikot spielt das erstmal keine Rolle, das wird - wenn sie das Etappenziel erreicht - auch nach dem Ziel von der Schweizerin Elise Chabbey (FDJ - Suez) getragen werden.
Jackson ist auch die bestplatzierte Fahrerin im Gesamtklassement, hat als 69. aber schon 11:59 Minuten Rückstand. Da droht erstmal keine Gefahr für das Gelbe Trikot von Kimberley Le Court (AG Insurance - Soudal).
Schauen wir uns die Spitzengruppe einmal genauer an, die gerade insbesondere von SD Worx - ProTime verfolgt wird. Gleich drei nationale Meisterinnen zählen zu dem Quartett vorne. Die bekannteste Fahrerin ist sicher die Kanadierin Alison Jackson, die 2023 Paris - Roubaix gewann. Die spanische Meisterin ist Sara Martin und Catalina Soto ist nationale Meisterin Chiles. Nur Clemence Latimier trägt das "normale" Team-Jersey.
Der Tag begann mit einer schlechten Nachricht. Mitfavoritin Elisa Longo Borghini (UAE Team - ADQ) ist nicht mehr mit dabei. Die italienische Giro-Siegerin musste wegen einer Margen-Darm-Erkrankung das Rennen aufgeben.
Wir steigen in in den Liveticker dieser langen Etappe der Tour de France Femmes - fast zur Halbzeit des Rennens. 94 Kilometer sind es noch, wir haben eine vierköpfige Spitzengruppe vorne. Alison Jackson (EF Education - Oatly), Sara Martin (Movistar), Clemence Latimier (Arkéa - B&B Hotels) und Catalina Soto (Laboral Kutxa). Ihr Vorsprung auf das Feld: 3:40 Minuten.
Die 3. Etappe der Tour de France Femmes führt das Feld über 163,5 Kilometer von La Gacilly nach Angers. Das Profil liest sich vorwiegend Flach, was die Sprinterinnen auf ein spektakuläres Finale hoffen lässt. Wir sind ab 15:30 Uhr live dabei.