Rahmensatz ab Sommer 2019 im Handel

Merida: das Profi-Zeitfahrrad “Time-Warp TT“ zur Tour

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| Foto: Merida Europe

08.07.2018  |  Auch wenn das Team Bahrain-Merida gestern beim Mannschaftszeitfahren nicht groß auftrumpfen konnte, so stach das neue Zeitfahrrad “Time-Warp TT“ doch hervor. Schon sein Vorgänger, das “Warp TT“ war eine sichere Bank im Arsenal der Teams Merida Pro Cycling, Lampre-Merida und nun Bahrain-Merida. Es bot viele Möglichkeiten zur Feinanpassung und war in Zeitfahren ein ebenso zuverlässiger wie effizienter Begleiter.


Das Team und insbesondere Vincenzo Nibali sollten im Hinblick auf die Tour de France mit einer neuen Waffe ausgerüstet werden, mit einem Rad, das im Kampf um Sekunden ganz vorne mitmischt. Mit dem Start der Tour de France als Stichtag setzte ein unerbittliches Rennen gegen die Zeit ein, um das neue “Time-Warp TT“ rechtzeitig einsatzbereit zu bekommen.

Von den ersten Skizzen bis zum ersten Einsatz im Rennen hatten die Ingenieure der Entwicklungsabteilung von Merida knapp bemessene zwölf Monate Zeit, um das neue Zeitfahrrad zu entwickeln. Das Hauptziel für das neue “Time-Warp TT“ lautete, eines der besten Zeitfahrräder zu bauen - deutlich leichter als der Vorgänger, mit nochmals verringertem Luftwiderstand dank komplett integrierter Brems- und Schaltzüge und mit optimierter Aerodynamik, bis hart an die Grenzen des UCI-Reglements.

Zudem sollte das neue Rad genauso schnell aussehen, wie es ist: so schlank und schnell wie möglich, denn emotionale Faktoren beeinflussen die mentale Leistung eines Klassementsfahrers während der Vorbereitung auf ein Zeitfahren.

Kurzum: Es galt, eine Zeitfahrmaschine zu entwickeln, mit der Vincenzo Nibali als Kapitän des Bahrain Merida Team in Sachen Material keine Nachteile gegenüber seinen Rivalen um einen Platz auf dem Podium der Tour de France haben würde.

Wegen der knappen Zeit während der Konzept-Phase machte die Entwicklungs abteilung von Merida intensiv Gebrauch von CFD-Analysen (computer fluid dynamics) für Rahmen, Gabel und die Steuerzentrale. Dabei arbeiteten die Ingenieure eng mit Schweizer Aerodynamik-Experten zusammen, die fünfzehn Jahre Erfahrung in der Formel 1 ins Projekt einbrachten.Das Resultat bestätigte sich nach diversen Testdurchläufen im Windkanal mit hochmodernen Messgeräten.

Die technischen Fakten: Im Unterschied zum 2013 lancierten Vorgänger Merida Warp TT wurde das neue Zeitfahrrad auf die Verwendung voll integrierter Mittelzug-Felgenbremsen ausgelegt, zudem auf elektronische Schaltungen. Und es bietet vorne am Sitzrohr einen einfachen Zugang zur Ladebuchse.Um Turbulenzen zu minimieren, verlaufen Bremszüge wie Di2-Schaltkabel von den Hebeln aus durch Lenker, Vorbau und Rahmen.

Der neue Zeitfahr-Rahmen lässt sich mit zwei verschiedenen, komplett aus Carbon gefertigten Steuereinheiten mit integriertem Vorbau kombinieren. Diese wurden zusammen mit den Aero-Spezialisten von Vision entwickelt. Unterschiedliche lang und tief bauende Lenker und verschiedene Möglichkeiten, Zeitfahr-Aufsätze und Armauflagen auf oder unter dem Lenker zu montieren, bieten viel Spielraum für Feinanpassungen.

Insgesamt bringt das neue “Time-Warp TT“ bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern eine Leistungsersparnis von neun Watt - und es eindrucksvolle 400 Gramm leichter als der Vorgänger. Um die Aerodynamik nochmals zu verbessern, lässt sich für Zeitfahren auf flachen Strecken der elektronische Umwerfer mitsamt Aufnahme demontieren. Eine Elfgang-Konfiguration ohne Umwerfer spart Gewicht und verringert die Luftangriffsfläche.

Das “Time-Warp TT“ deutete sein Potential schon bei seinem ersten Renneinsatz an: Bei den diesjährigen spanischen Meisterschaften im Einzelzeitfahren fuhren die Brüder Gorka und Ion Izagirre auf die Ränge zwei und drei. Die beiden hatten ihre neuen Wettkampfgeräte erst drei Tage zuvor erhalten.

Zunächst werden Fahrten auf dem neuen “Time-Warp TT“ ein Privileg der Profis vom Bahrain Merida Pro Cycling Team bleiben. Ab Sommer 2019 soll dann eine begrenzte Anzahl Rahmensätze in den Handel gelangen.

Als Teil des Modelljahrs 2020 ist dann eine Triathlon-Variante auf Basis des neuen Rahmens geplant, mit einer etwas höher bauenden Front und Steuereinheit für die längeren Distanzen. Zudem wird das “Time-Warp Tri“ einen integrierten Stauraum vor dem Sitzrohr bieten, der genug Platz für einen Schlauch, eine CO2-Patrone oder ein Faltwerkzeug bietet, sowie eine dazu passende Oberrohr-Tasche, um die Verpflegung zu verstauen.

 
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E-Mail: info@merida-bikes.com
Internet: www.merida-bikes.com

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