Das andere Radsport-Ziel - die Landschaft, das Klima, die Touren, die Küche...

Katalonien: Wo Profis trainieren

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| Foto: Catalan Tourist Board

29.12.2019  |  Marcel Kittel, Caleb Ewan, Ryder Hesjedal, Alex Howes, David Millar, Dan Martin, Christian Meier, Luke Durbridge, Jan Frodeno, Team Sky, Bora-Hansgrohe, Rabobank, Cannondale-Garmin, Orica GreenEdge, BMC Racing - nur ein kleiner Auszug aus der Liste der Profis und Teams, die im katalanischen Radsport-Mekka Girona angesiedelt sind (oder waren).

An die hundert Profis sollen es sein, die Girona zu ihrer Radsport-Heimat
gemacht haben. Und das hat viele Gründe: Die Region zwischen Costa Brava und Pyrenäen ist ein ideales Trainings-Revier, es gibt zwei internationale Flughäfen, die Straßen sind fein, das Essen gut, das Klima mild, und zwar das ganze Jahr über.

Das Radsport-Ziel Katalonien hat eine sehr unterschiedliche Geographie, von steilen Bergpässen im Val d’Aran bis zu flachen, langen Küstenstraßen mit Sandstränden an der Costa Daurada. Ein Land, das ein reiches Natur- und Kultur-Erbe sowie eine leckere Gastronomie hat – die perfekte Ergänzung jedes Fahrrad-Abenteuers. Küche, Kunst und Geschichte machen den Fahrrad-Tourismus in Katalonien zum umfassenden Erlebnis auf gepflegten Straßen.

Von der Mittelmeerküste bis zu den Gipfeln
der Pyrenäen zieht sich ein Netz von schönen, verkehrsarmen Nebenstraßen durch die Region; sie bieten den perfekten Rahmen, um das ganze Jahr über Rad-Touren zu genießen: Gemütliche Panorama-Routen durch Regionen voller Berge, Äcker und Weingärten, ein einzigartiges natürliches Terrain mit hübschen Dörfern und feiner lokaler Küche.

Eine Besonderheit, die den Katalanen wichtig ist: Mit Sport wollen sie Werte wie Gleichheit, Inklusion, gesundes Leben und Selbstüberwindung fördern. Katalonien sieht sich als einladende, gastfreundliche, barrierefreie, integrative und respektvoll mit sozialer und geschlechtsspezifischer Vielfalt umgehende Region.   

Zurück nach Girona: Die 100.000-Einwohner-Stadt
beherbergt nicht nur eines der besten Restaurants weltweit: das El Celler de Can Roca mit drei Michelin-Sternen. Unter Radsportlern berühmt sind Cafés wie La Fabrica, Espresso Mafia, Coffee & Greens oder das Rocacorba Cafe, in unmittelbarer Nähe zu einem der wohl stylischsten Radsport-Shops weltweit: „The Service Course“.

Im Umland von Girona verschmilzt die Costa Brava mit der Gebirgskette Les Gavarres und den Pyrenäen über reizvolle Routen, die in Städten wie Lloret de Mar und Blanes beginnen und enden. Von der Costa del Maresme mit Santa Susanna und Calella als Ausgangspunkt verbindet ein grüner Landstreifen fünf Naturparks in der Umgebung von Barcelona, mit schönen Orten wie Montseny, Montnegre und Montserrat.

Im Süden ist die Küste von Tarragona das Tor
zu den beeindruckenden Landstraßen nach Montsant, Serra de Prades und Ports de Tortosa-Beseit, Cambrils oder Mont-Roig del Camp. Und auch wer die entspanntere Seite des Fahrrad-Tourismus genießen möchte, dem bietet Katalonien eine breite Palette an Routen, die für alle geeignet sind - etwa in der Vulkan-Region La Garrotxa, oder dem Pyrenäen-Hochtal La Cerdanya.

Es gibt Routen mit wenig Höhenmetern sowie Rad- und Fußgängerwege, die vollständig vom Verkehr getrennt sind. Man kann auf den Víes Verdes (grüne Wege) Pyrenäen und Mittelmeerküste erkunden, beispielsweise auf der "Eisen- und Kohlen-Route" zwischen Ripoll und Sant Joan de les Abadesses, oder auf dem Radweg Carrilet, der Olot über Girona mit Sant Feliu de Guíxols verbindet.

Auf den Víes Verdes Baix Ebre fährt man
von Tarragona und Terra Alta zum Massif Els Ports, mit der Mündung des Ebro - ein weiteres Naturschutzgebiet, das sich gut für eine gemütlichere Runde eignet. In der Ebene von Lleida erfährt man auf der Route Pedals del Canal d’Urgell die schöne Region, und gleichzeitig eines der wichtigsten Wasserbauwerke der katalanischen Geschichte.

Nochmal Girona: Der Radweg Pirinexus ist eine grenzüberschreitende, 340 km lange Route, die die wunderschöne Landschaft und das regionale Kultur-Erbe eindrucksvoll zeigt. Im Mittelpunkt steht der Pass Coll d'Ares (1513 m), der im spanischen Bürgerkrieg eine wichtige Rolle gespielt hatte. Seit 2014 gibt es immer im Juni ein gleichnamiges Radrennen auf der Strecke, das die meisten Teilnehmer mit Mountainbikes bewältigen - immer mehr jedoch auch mit Gravel- oder Cross-Bikes.

Zum Abschluss darf die sensationelle Girona-Küsten-Runde
nicht fehlen: 115 Kilometer mit knapp 1600 Höhenmetern und einigen der besten Abfahrten, die man als Rennradler fahren kann. Über eine kleine, sich emporwindende Bergstraße geht es über eine Kuppe zur Küste, mit großartigem Blick auf das Meer. Dann folgen sechs Kilometer feinste Vollgas-Abfahrt - ein Traum. Typisch Katalonien eben...

 

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Catalan Tourist Board
Barcelona
Spanien

Internet: istdeinzuhause.catalunya.com/bike

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